Sonntag, 7. Oktober 2018

„Bienenkönigin" - Von den Gefahren des Bienensterbens ...

Hallo ihr Lieben!
Heute rezensiere ich für euch die „Bienenkönigin", ein kürzlich erschienener Jugend-Thriller, in dem es unter anderem um das Bienensterben und dessen Folgen geht - und um mysteriöse Drohnen, die für die kleinen Alltagshelden eine ernsthafte Bedrohung darstellen ...
Ob mich das Buch überzeugen konnte, erfahrt ihr jetzt!

Autorin: Claudia Praxmayer
Verlag: cbj
Seiten: 352
ISBN 978-3-570-16533-1
Preis: 17,00€ (Hardcover mit Schutzumschlag)


Inhalt:
 „In meiner zitternden Handfläche liegt, matt in der Sonne schimmernd, eine nachtschwarze Biene."
Doch jenes unheimliche Wesen, das Mel eines Tages vor dem Bienenstock im Garten ihrer WG findet, ist keine der samtigen Bienen, die sie so liebt. Ganz im Gegenteil: Es ist eine tödliche Miniatur-Drohne, die es offensichtlich auf ihre lebenden „Artgenossen" abgesehen hat. Nur, wer würde die ohnehin bedrohten Bienenvölker um San Francisco ausrotten wollen? Mel und ihre vier WG-Freunde sind entsetzt und beginnen nachzuforschen. Und ihre Ermittlungen führen sie unversehens mitten hinein in eine hochbrisante Verschwörung ...


Meine Meinung:
Da der Klappentext ein wirklich vielversprechendes und außergewöhnliches Jugendbuch mit einem Thema, das zwar brandaktuell ist, aber in meinen Augen trotzdem nur wenig mediale Aufmerksamkeit bekommt, erahnen ließ, ging ich mit dementsprechend hohen Erwartungen an die Lektüre heran.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir jedoch sehr schwer, denn nicht nur die Handlung plätschert lange Zeit vor sich hin, auch der Schreibstil der Autorin hat mir leider kaum zugesagt. Insbesondere die ausgeprägte, aber meiner Meinung nach eher wenig subtile Bildsprache habe ich teilweise als überdramatisiert, vor allem aber als anstrengend empfunden. So musste ich mich an einigen Stellen förmlich durch die Seiten hindurchquälen.


Erst ab der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte an Fahrt auf und wird dabei deutlich spannender. Ab da konnte ich das Buch dann auch mehr oder weniger in einem Rutsch durchlesen, während ich es zuvor immer wieder beiseite gelegt und pausiert hatte. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, lässt sich auf jeden Fall sagen, dass die Autorin  sehr interessante Gedankenansätze verfolgt, die auch mich zum Nachdenken angeregt haben.
Ebenso einfallsreich finde ich zum Beispiel das Konzept der WG, in der Protagonistin Mel und ihre Mitbewohner leben. Im „Beehive" wird das gemeinsame Leben ganz ähnlich wie in einem Bienenstock koordiniert - dafür werden immer wieder Vergleiche gezogen, die ich zum Teil wirklich interessant fand.


Natürlich beinhaltet das Buch auch eine wichtige Message, diese wird allerdings so sehr in den Vordergrund gerückt, dass sie in meinen Augen fast schon aufdringlich wirkt und deshalb auch ein wenig an Seriosität verliert. Natürlich ist das Bienensterben eine ernst zu nehmende Gefahr - in der Hinsicht wurden mir hier ein Stück weit auch die Augen geöffnet -, aber dennoch hatte ich das Gefühl, als würde die Autorin ihre Leser unbedingt belehren wollen. Ich finde, ein Stück Unterhaltungsliteratur sollte man immer auch genießen können, anstatt sich zu fühlen, als würde die ganze Zeit über jemand mit erhobenem Zeigefinger hinter einem stehen.


Wie in so vielen Jugendbüchern gibt es auch hier eine Liebesgeschichte. Und wie in so vielen Jugendbüchern wirkt diese irgendwie gezwungen und fehl am Platz. Eine Handlung wie hier, die sich dazu noch mit einem so brisanten Thema beschäftigt, hätte das einfach nicht nötig gehabt.
Auch die Charaktere erschienen mir leider etwas blass und es fiel mir zum Teil schwer, ihre Beweggründe nachzuvollziehen und mich mit ihnen zu identifizieren.
 
Fazit:
Die Grundidee und das Konzept des Romans sind zweifellos vielversprechend, bei der Umsetzung hapert es allerdings an einigen Stellen.


Vielen Dank an den cbj-Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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