Freitag, 13. Juli 2018

„Das Blatt des dunklen Herzens" - Eine abenteuerliche Reise durch das Spiel der vier Farben



Hallo ihr Lieben!
Nehmt euch in Acht, denn im Spiel der vier Farben ist nichts so, wie es scheint ...
Die Autorin und Self-Publisherin Karolyn Ciseau war so nett, mir ihren neusten Fantasyroman „Das Blatt des dunklen Herzens" kostenlos zur Verfügung zu stellen, damit ich es lesen und für euch rezensieren kann. Wenn ihr wissen wollt, wie mir das Buch gefallen hat und ob ich dem Spiel entkommen konnte, dann bleibt jetzt dran!


Autorin: Karolyn Ciseau
Teil einer Reihe: 1/2
Seiten: 410
ISBN 978-1983108563
Preis: 13,90€ (Taschenbuch)


Inhalt:
Alle fünfzig Jahre schicken die vier mächtigsten Fürstenhäuser ihre männlichen Erstgeborenen in den Kampf um den Thron von Tenebris. Auch Feyes Zwillingsbruder, der Elfenprinz Kjell, sollte im Spiel der vier Farben antreten. Doch er nimmt sich kurz vor Beginn das Leben. Sein letzter Wille ist, dass Feye an seiner Stelle am Spiel teilnimmt. Feye beugt sich seinem Wunsch; ein Schritt, den sie schon bald bereut. Nicht nur weil im Spiel tödliche Wesen lauern und sie gefährliche Prüfungen bestehen muss, sondern auch weil es immer schwieriger wird, ihre wahre Identität zu verschleiern. Als einer ihrer Konkurrenten – der attraktive Dunkelmagier Ares – Feyes Geheimnis aufdeckt, beginnt ein Kampf, in dem nichts ist, wie es scheint. Und in dem Feyes Gefühle auf eine harte Probe gestellt werden.



Meine Meinung:
Durch den sehr direkten Einstieg in die Handlung wurde ich zunächst einmal etwas überrascht, meine Neugier jedoch nur noch mehr geweckt.
Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von Feye, einer Elfenprinzessin, die schockierenderweise die Leiche ihres Bruders findet, kurz bevor dieser im „Spiel der vier Farben" gegen drei andere Kandidaten antreten soll. Sein letzter Wunsch: Sie soll an seiner statt in den Kampf um den Königsthron ziehen und so ihrem grausamen Leben und einer arrangierten Heirat mit einem Elfenfürsten entkommen. Feye kann nicht anders und nimmt die Herausforderung an. Dumm, dass sie  nicht nur gegen drei andere Thronanwärter, sondern auch gegen allerlei unbekannte Gefahren zu kämpfen hat, die schon unzählige in den Wahnsinn getrieben haben ...


Die Atmosphäre in dem Buch hat mir wirklich sehr gefallen. Die Autorin vermittelt einem das Gefühl, sich mittendrin in der Geschichte zu befinden und ich hatte viele der beschriebenen Orte und Situationen genau vor Augen. Das „Spiel der vier Farben" verströmt eine ganz eigene Form von Magie, auf die ich als Leserin mich nur zu gerne eingelassen habe.
Spannend wird es natürlich auch. Feye und Ares, ein Dunkelmagier, mit dem sie sich relativ zu Anfang verbündet, haben es nicht gerade mit gemütlichen Umständen zu tun. Stattdessen wird es des Öfteren auch schon einmal ganz schön brenzlig.


Am Anfang hatte ich mir deutlich mehr Informationen über Feye und ihr „normales" Leben gewünscht: wie ihr Alltag aussieht, wie sehr sie unter der Kontrolle ihres Vaters steht (das wird zwar erwähnt, aber eher nebenbei) und was sie so antreibt.
Kurz vor Ende gibt es aber eine ebenso überraschende wie schockierende Wendung, die so einiges klärt: nicht nur, warum der Einstieg in die Geschichte so scheinbar abrupt ist, sondern auch ein Teil der Fragen, die während des Lesens womöglich aufkommen, werden beantwortet. Dieser riesige Plot Twist hat für mich das Buch deutlich aufgewertet und ist an sich schon ein kleines Highlight, wie ich finde.


Einige Kritikpunkte habe ich dennoch. Zum einen blieb eine der meiner Meinung nach relevantesten Fragen überhaupt ungeklärt - und zwar die, was das „Spiel" genau ist bzw. wo es sich befindet. Wir erfahren, dass dort alles voller Magie ist, dass das Spiel seine eigenen Dörfer und Bewohner hat und dass nichts dort ist, wie es scheint. Aber was wir nicht erfahren: Befindet sich das Spiel in einer Art Land, zu dem niemand Zutritt hat außer die Spieler und aus dem auch niemand so einfach herauskommt, abgesehen von dem Sieger? Spielt sich das Ganze in einer Parallelwelt ab? Oder ist es etwas ganz anderes? Die da bei mir aufkommende Verwirrung hat den Zauber leider etwas getrübt, was ich sehr schade finde, denn die Grundidee hat mich von Anfang an fasziniert. Eventuell hätte eine Karte da weitergeholfen, aber in jedem Fall wäre das zur besseren Orientierung eine schöne Ergänzung gewesen.


Desweiteren hat mich die Beziehung zwischen Feye und Ares nicht immer zu hundert Prozent überzeugen können. Das lag unter anderem daran, dass für meinen Geschmack der Fokus zu sehr auf der Liebesgeschichte liegt und diese so schnell voranschreitet, dass sich die beiden - obwohl sie eigentlich Konkurrenten sind - nach kürzester Zeit schon vertrauen und nicht mehr ohne einander leben können.
Außerdem muss Feye auf ihrer Reise immer wieder von Ares gerettet werden muss, sodass ich das Gefühl hatte, alleine wäre sie nicht einmal halb so weit gekommen, wie sie es gemeinsam schaffen. Es wäre schön gewesen, wenn sie etwas mehr Stärke und Unabhängigkeit gezeigt bzw. Ares auch einmal aus einer lebensbedrohlichen Situation gerettet hätte.


Im Großen und Ganzen hat mir das Buch - obwohl es zweifelsohne ausbaufähig ist - schöne Lesestunden bereiten können. Es hat mir Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen, und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil, der voraussichtlich im Winter 2018/19 erscheint.


Fazit:
Ein spannendes Fantasyabenteuer, das einige kleine Schwächen hat, aber dennoch gut unterhält. Ich verbleibe mit der Hoffnung, dass die Fortsetzung einige offen gebliebene Fragen klären wird, und empfehle das Buch an alle Fans von romantischen Fantasygeschichten.


Vielen Dank an Karolyn Ciseau für das Rezensionsexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Titels hat meine Meinung in keinster Weise verändert.)

Ihr wollt mehr Infos zum Buch? Dann klickt hier.


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