Montag, 2. April 2018

[Rezension] Scythe - Die Hüter des Todes

Hallo ihr Lieben!
Heute gibt es von mir eine Rezension zum Jugendbuch „Scythe - Die Hüter des Todes" von Neal Shusterman. Das Buch wollte ich tatsächlich schon seit einer halben Ewigkeit lesen, bin aber immer wieder darum herum geschlichen ... und ich konnte natürlich kaum abwarten, es zu lesen, als ich es dann endlich bekommen habe! Ich kann nur sagen: Das Warten hat sich gelohnt, denn das Buch - nun, lest selbst ...

Autor: Neal Shusterman (ais dem Englischen von  Pauline Kurbasik und  Kristian Lutze)
Verlag: FISCHER Sauerländer
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 528
ISBN 978-3-7373-5506-3
Preis: 19,99€ (Hardcover mit Schutzumschlag)


Inhalt:
Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …


Meine Meinung:
Ich war wirklich unglaublich gespannt auf das Buch, denn die Idee klang wirklich vielversprechend und genau nach meinem Geschmack. Vielleicht hatte ich gerade deshalb auch zu Anfang etwas Angst, dass die Geschichte meine Erwartungen nicht erfüllen würde.
Schnell wurde ich jedoch davon überzeugt, es mit einem wirklich außergewöhnliche und vor allem außergewöhnlich guten Buch zu tun zu haben. Die Welt, in der das Ganze spielt, hat mich sofort fasziniert und in ihren Bann gezogen!
Ich habe noch nie eine Utopie gelesen und empfand diese perfekte Welt, in der die Menschheit Unsterblichkeit und ewiges Wissen erreicht hat, gleichzeitig als bewundernswert und abstoßend.
Nun, da die Menschen sich, wenn sie mal „aus Versehen" oder sogar „aus Spaß" gestorben sind, einfach in ein Revival-Zentrum bringen und resetten lassen können, braucht es die sogenannten Scythe, die dafür verantwortlich sind, Menschen zu töten, um das erhebliche Bevölkerungswachstum einzudämmen. Nur, dass es nicht töten, sondern nachlesen heißt. Die Scythe werden in der Gesellschaft geschätzt und anerkannt, oft auch gefürchtet. Aber ihr Dienst wird als Dienst an der Menschheit gesehen, was mich persönlich sehr zum Nachdenken angeregt hat.
Man kommt während der Lektüre nicht umhin, sich zu fragen: Was macht einen Menschen eigentlich aus? Was bedeutet Leben und Tod, wenn letzterer für die meisten nichts weiter als ein vorübergehender Zustand ist? Gibt es die perfekte Welt?
Es gibt keine Regierungen mehr, keine Korruption, keinen Krieg. Die Welt wird von dem Thunderhead, einer Art riesigem Supercomputer, dessen Rechenkraft unendlich ist, kontrolliert. Ohne jegliche Form von Emotionen, die ihn beeinflussen, kann er ganz pragmatisch die für die Menschheit am vorteilhaftesten Entscheidungen treffen. Das hat mir wirklich zu denken gegeben.


Was mir außerdem wirklich gut gefallen hat, ist, dass die Handlung aufgrund von Tagebucheinträgen verschiedener Scythe am Anfang eines jeden neuen Kapitels aufgelockert wird und viel dynamischer wirkt. Es ist nämlich so, dass jeder Scythe ein Tagebuch führen muss, das öffentlich für jedermann einzusehen ist, um Rechenschaft über seine Taten abzulegen.
Ich fand und finde es wirklich interessant, dass man auf diese Weise kleine Einblicke in die Köpfe verschiedener Scythe bekommt und die Dinge von verschiedenen Perspektiven aus betrachten kann.


Viele der Charaktere - insbesondere die in ihrer Wesensart völlig unterschiedlichen Scythe - haben mich ungeheuer fasziniert.
Was die Beziehung und das Verhältnis der beiden Protagonisten Citra und Rowan zueinander betrifft, war ich mir etwas unsicher. Es wird zwar am Anfang angedeutet, dass sich zwischen den beiden etwas entwickelt, aber dies wird im Laufe der Geschichte eigentlich vollkommen in den Hintergrund gerückt - was ich auch für mehr als angemessen halte, denn ich bin der Meinung, dass eine leidenschaftliche Liebesgeschichte bei der Handlung und gerade, wenn man bedenkt, dass die beiden Konkurrenten auf Leben und Tod sind, absolut unangemessen gewesen wäre. Ich bin mir aber fast sicher, dass sich da in Teil zwei etwas entwickeln wird, und hoffe sehr, dass der Autor da vorsichtig vorgeht, denn ich glaube nicht, dass nach allem, was passiert ist, eine sofortige innige Liebe möglich ist.


„Scythe - Die Hüter des Todes" konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und in seinen Bann ziehen. Das Buch ist  unglaublich spannend und aufregend und ich habe es förmlich verschlungen. Es fiel mir wirklich schwer, es überhaupt aus der Hand zu legen, denn es geschieht so viel und es passieren so viele unerwartete Dinge, dass man eigentlich die ganze Zeit über in der Geschichte gefangen ist.
Ich bin wirklich schwer beeindruckt und kann den Roman insbesondere an Fans von Geschichten à la „The Hunger Games" weiterempfehlen, obwohl die Grundthematik - die perfekte Welt - eigentlich eine ganz andere ist. Lest am besten einfach mal rein - ihr werdet begeistert sein!


Fazit: 
Selten hat mich eine fiktive Welt so fasziniert wie in „Scythe - Die Hüter des Todes". Geschickt schafft es der Autor, gesellschaftskritische Themen und Fragen in eine fesselnde Handlung einzuflechten, die den Leser so schnell nicht mehr loslässt. Auch ich werde mit Sicherheit noch sehr lange über dieses Buch nachdenken und kann es gar nicht mehr erwarten, dass Teil 2 erscheint.
Unbedingt lesen!
Vielen lieben Dank an Bücher Wenner für das Leseexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Titels hat meine Meinung in keinster Weise verändert.


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