Donnerstag, 25. Januar 2018

[Rezension] Berühre mich. Nicht.

Hallo ihr Lieben!❤
Heute gibt es von mir eine Rezension zu einem Buch, über das man in letzter Zeit immer wieder auf den verschiedensten Blogs, Bookstagram-Accounts etc. stolpert.
Nachdem „Berühre mich. Nicht" von Laura Kneidl so unzählig viele Leser begeistert hat, wanderte das Buch dann auch auf meine Wunschliste. Und Kat, die verrückte Nudel, hat mir dann doch allen Ernstes ein Exemplar als etwas verspätetes Weihnachtsgeschenk geschickt! Doch damit nicht genug - als ich ihr Päckchen voller Euphorie auspackte, entdeckte ich, dass das Buch sogar signiert war!
Wenn das nicht mal der endgültige Beweis ist, dass Kat die Allerallerbeste ist . . . aber nun gut, darum soll es heute nicht gehen. (Falls du das hier liest: Verzeih mir bitte😄)
Widmen wir uns also dem Buch. Ob es hält, was es verspricht? Lest selbst!



Autorin: Laura Kneidl
Verlag: LYX
Teil einer Reihe: 1/2
Seiten: 462
ISBN 978-3-7363-0527-4
Preis: 12,90€ (Paperback/ Klappenbroschur)

Inhalt:
Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen ...




Meine Meinung:
Ich habe keine Angst. Die Angst ist nicht real.
Dieses Mantra, das wir gleich zu Anfang des ersten Kapitels kennenlernen, ist für Protagonistin Sage eine allgegenwärtige Notwendigkeit. Immer und immer wieder führt sie sich genau diese Worte vor Augen, denn sie hat in ihrer Vergangenheit Schreckliches erlebt und wird durch die dadurch ausgelösten Ängste in ihrem Alltag extrem beeinflusst.
Gerade aufgrund ihrer Verletzlichkeit fiel es mir als Leserin sehr leicht, mich in Sage hineinzuversetzen. Ihre Ängste, Sorgen und ihr Trauma werden sehr authentisch beschrieben, teilweise hatte ich sogar das Gefühl, mich selbst in dieser erdrückenden Lage zu befinden und selbst diese Angst zu haben.
Auch wenn erst recht spät herauskommt, was tatsächlich mit Sage geschehen ist, so ist dies - nicht zuletzt wegen der vielen Andeutungen - dennoch ziemlich vorhersehbar, aber dadurch nicht minder schockierend und geradezu ekelerregend.
Sages Wunsch, neu anzufangen, kann ich auf jeden Fall mehr als nachvollziehen. Sie hat wirklich Glück, in April eine Freundin zu finden, die sie in ihrer schwierigen Lebenslage unterstützt. Die ist mit ihrer offenen, lebensfrohen Art einfach umwerfend! Ein bisschen erinnert hat sie mich an Dawn aus „Begin Again" . . .
Und Luca? Luca hat sich von der ersten Seite an, auf der er aufgetaucht ist, heimlich in mein Herz gestohlen! Seine Liebe zu Büchern machte ihn mir gleich sympathisch und ich musste nicht selten grinsen, weil mir sein Verhalten, was Bücher angeht, so bekannt vorkam. Auch, dass er mit Sage so behutsam umgeht, macht ihn in gewisser Weise außergewöhnlich: Es ist sicherlich nicht selbstverständlich, ihr so viel Freiraum zu geben und dennoch für sie da zu sein, wenn sie ihn braucht.


Auch wenn Sage sich in ihrem neuen Umfeld langsam zurechtfindet, wird sie langsam, aber sicher wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt. Das weckte auch in mir ein Gefühl von Beklemmung  und sorgte für das eine oder andere fassungslose Kopfschütteln.
Der Schreibstil von Laura Kneidl lässt sich wirklich sehr flüssig lesen, die Seiten flogen bei mir nur so dahin und auch die Handlung konnte mich für sich einnehmen.


Kommen wir zum Ende . . . der Cliffhanger, der auf den letzten Seiten auf mich wartete, war zwar recht vorhersehbar für mich, aber dennoch war ich schockiert und auch ein bisschen sprachlos, als ich es dann schwarz auf weiß gelesen habe. Insbesondere die Worte unter dem letzten Kapitel.
Fortsetzung folgt.
Da kann man doch gar nicht anders, als sehnsüchtig auf Teil 2 zu warten, oder? Mir jedenfalls geht es so!
Insgesamt lässt sich sagen, dass „Berühre mich. Nicht" ein wirklich unterhaltsamer und mitreißender New-Adult-Roman, der aber auch ernstere Themen behandelt. Sage und Luca sind mir während des Lesens wirklich ans Herz gewachsen und ich bin gespannt zu erfahren, wie  sich ihre Geschichte weiterentwickelt. Einzig und allein die Tatsache, dass mir einige Ereignisse und Wendungen vorhersehbar erschienen, schmälert meine Begeisterung minimal. Für New-Adult-Fans ist dieses Buch dennoch sehr empfehlenswert!


Fazit:
Den Hype, den „Berühre mich. Nicht" bei der Zielgruppe auslöst, kann ich auf jeden Fall nachvollziehen. Es ist auf der einen Seite ein richtiges Wohlfühlbuch mit tollen Charakteren, hat auf der anderen Seite aber auch ernste und beklemmende Züge. Wenn ihr gerne in diesem Genre lest, kann ich euch diesen Roman hier nur ans Herz legen!
Na, neugierig geworden? Klickt hier, wenn ihr mehr über das Buch wissen möchtet.




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