Sonntag, 17. Dezember 2017

[Rezension] Stolz und Vorurteil

Hallo ihr Lieben!❤
Hin und wieder darf es auch mal ein Klassiker sein, oder nicht? Und wer wäre da besser geeignet als Jane Austen?
Aus diesem Grund möchte ich heute die wunderschöne Neuauflage von „Stolz und Vorurteil" aus dem Penguin-Verlag für euch rezensieren.❀
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Autorin: Jane Austen (aus dem Englischen von Andrea Ott)
Verlag: Penguin Verlag
Seiten: 640
ISBN 978-3-328-10166-6
Preis: 10,00€ (Taschenbuch)


Inhalt:
Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Land, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall. Zum allgemeinen Unverständnis hat sie die Stirn, den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil ...


Meine Meinung:
„Stolz und Vorurteil" ist weltweit als zeitloser Klassiker bekannt - umso mehr habe ich mich daher über den Erhalt dieser traumhaft schönen Neuauflage gefreut!
Die Geschichte ist, denke ich, jedem mehr oder weniger bekannt. Die Familie Bennet hat fünf Töchter - Elizabeth, die Protagonistin, ist die Zweitälteste - und insbesondere Mrs Bennet ist geradezu besessen, sie alle an möglichst reiche Männer zu verheiraten. Es ist also nicht verwunderlich, dass die ganze Familie vollkommen aus dem Häuschen ist, als Mr Bingley, ein Mann von hohem gesellschaftlichen Rang und mit beachtlichem Einkommen, ein Grundstück in der Nähe pachtet. Als er ein Auge auf Jane, die älteste Schwester, wirft, scheint das Liebesglück perfekt zu sein - wäre da nicht sein bester Freund Mr Darcy, ein scheinbar unglaublich hochmütiger und stolzer Mann, der alle Menschen um sich herum von oben herab betrachtet.


Für jemanden, der wie ich eher selten Klassiker liest (was ich bald übrigens unbedingt ändern möchte!), mag die alte Rechtschreibung und der etwas altertümliche Schreibstil zunächst gewöhnungsbedürftig wirken. Aus heutiger Sicht scheint es zum Beispiel unvorstellbar, dass Ehepartner sich gegenseitig siezen und von ihren Kindern so förmlich angeredet werden. Aber genau das verleiht dem Buch meiner Meinung nach seinen charmanten Flair. Auf beeindruckende Weise werden die Sitten und Umgangsformen der damaligen Zeit beschrieben, sodass ich als Leserin einen erstaunlich guten Eindruck von der Situation gewinnen konnte.
Die Art, wie Jane Austen schreibt - emotional und dennoch mit einem Hauch von Sarkasmus - hat mich direkt angesprochen. Ebenso geht es mir mit der Protagonistin Elizabeth als starke Frauenfigur, die nicht nur ihren eigenen Willen eisern durchzusetzen versucht, sondern für die damaligen Verhältnisse geradezu rebellisch wirkt - genau das machte sie in meinen Augen so herrlich erfrischend.
Kommen wir zum wohl umstrittensten Charakter des Buches: Mr Fitzwilliam Darcy. Ich gestehe, am Anfang habe ich ihn gehasst. Aber tat das nicht jeder, bevor er seine andere Seite kennenlernte?
Versteht mich nicht falsch, ich will sein anfängliches Verhalten keineswegs schönreden. Aber im Laufe der Geschichte wird klar: Hinter diesem Mann steckt eine Menge - und vor allem eine Menge Gutes! Dies kommt zum Vorschein, als Stolz und Vorurteile endgültig überwunden werden.
Überhaupt finde ich es faszinierend, wie vielschichtig alle Charaktere sind und wie aktuell die Botschaft ist, die hinter dem Buch steckt.
Mit seinen knapp über 600 Seiten (das Nachwort nicht mit eingerechnet) beschreibt es einen recht langen Zeitraum voller ereignisreicher Begegnungen, schicksalshaften Wendungen und zärtlicher Romantik. Authentisch, ergreifend und ohne jegliche Form von Kitsch. Ein nicht länger aktueller Klassiker, der nur dazu da ist, im Bücherregal Staub anzusammeln? Das ist „Stolz und Vorurteil" zweifelsohne nicht!


Fazit:
Mit ihrem Roman ist Jane Austen zu Recht zu internationaler Berühmtheit gelangt. Unverblümt und leicht ironisch erzählt sie von den Sorgen und Problemen der Familien im England des 18. Jahrhunderts, von den Schwierigkeiten der Frauen in der damaligen Gesellschaft und von der Liebe zwischen zwei Menschen, die alles andere als perfekt sind. Es ist für mich deshalb auch nicht weiter verwunderlich, dass „Stolz und Vorurteil" als zeitlos gilt und schon Generationen von Lesern verzauberte!






Vielen Dank an den Penguin-Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Titels hat meine Meinung in keinster Weise verändert.)

Ihr wollt mehr Infos zum Buch? Dann klickt hier.

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An dieser Stelle möchte ich euch gerne auch die Verfilmung des Buches nahelegen, die ich ebenfalls kürzlich gesehen habe - zum zweiten Mal übrigens - und die ich absolut großartig finde! Selten habe ich einen Film gesehen, der so nah am Original ist und überdies so fantastisch besetzt! Ich glaube, dass er auch gerade Personen, die Schwierigkeiten damit haben, der Handlung beim Lesen zu folgen, helfen könnte, das Ganze besser zu verstehen. Natürlich bin ich wie immer der Meinung, dass der Film die Lektüre des Buches nicht ersetzen sollte, aber dieser hier . . . ist einfach bezaubernd!❤
Bildquelle: moviepilot

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