Sonntag, 26. November 2017

Dan Brown LIVE auf der Frankfurter Buchmesse! / Kurzrezension „Origin"

Hallo ihr Bücherwürmer und Verschwörungstheoretiker da draußen!
Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, hatte ich vor kurzem die einmalige Chance, einen meiner absoluten Lieblingsautoren auf der Buchmesse live zu erleben. Die Rede ist natürlich von Dan Brown, der im Rahmen eines Events vor beinahe 2.000 Zuschauern seinen neuesten Thriller „Origin" vorgestellt hat.

Bevor ich euch von der Veranstaltung erzähle, möchte ich euch erst einmal kurz meine Meinung zu dem Buch mitteilen, das mir freundlicherweise vom Verlag zugeschickt wurde.


Autor: Dan Brown (aus dem amerikanischen Englisch von Axel Merz)
Verlag: Bastei Lübbe
Teil einer Reihe: Teil 5 der Robert-Langdon-Reihe
Seiten: 688
ISBN 978-3-431-03999-3
Preis: 28€ (Hardcover mit Schutzumschlag)

Inhalt:
Die Wege zur Erlösung sind zahlreich.
Verzeihen ist nicht der einzige.
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner "bahnbrechenden Entdeckung", das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Meine Meinung:
Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Mit diesen zwei grundlegenden Fragen, die die Menschheit seit Urzeiten bewegen, beschäftigt sich Dan Brown in seinem neusten Roman. Wieder einmal steht der Harvard-Symbolologe Robert Langdon, der inzwischen zu meinen liebsten Buchfiguren gehört, im Zentrum des Geschehens und erlebt sein nächstes großes Abenteuer.
Der Autor hat es wieder einmal geschafft, von der ersten Seite an eine einzigartige Stimmung zu kreiren. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil die Neugier (die in meinem Fall schon fast an Verzweiflung grenzte), zu erfahren, was hinter Edmond Kirschs Präsentation steckt, von Seite zu Seite größer und das Verlagen nach Antworten immer drängender wurde.
Die obligatorische Begleiterin, die Langdon auf seiner abenteuerlichen Reise unterstützt, ist auch hier natürlich wieder mit von der Partie. Ambra Vidal ist jedoch in vielerlei Hinsicht anders als die Frauen, die Langdon bei seinen bisherigen Missionen an der Seite hatte, denn sie ist niemand Geringeres als die Verlobte des zukünftigen spanischen Königs. 
Ich finde es wirklich faszinierend, wie der Autor zuerst sein Modell aus lauter einzelner Handlungselementen aufbaut und diese dann alle nach und nach zusammenführt. Dabei erfährt man - sozusagen ganz nebenbei - auch eine Menge über die Geschichte Spaniens und über Gebäude, Kunstwerke und Kirchen, denn wie immer ist dieses Buch detailliert recherchiert und kann mit einer Menge Fakten beeindrucken, ohne dabei dem Lesevergnügen Abbruch zu tun. Der Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion spielt ebenfalls wieder eine große Rolle und wird hier sogar bis an die Spitze getrieben.  Eines kann ich euch versichern: Dieses Buch wird euch so schnell nicht mehr loslassen. Denn als Leser ist es nahezu unmöglich, sich nicht von der Handlung mitreißen zu lassen und man wird sich zwangsläufig mit verschiedenen Fragen und moralischen Dilemmas auseinandersetzen müssen. Mich jedenfalls hat das Buch sehr zwiegespalten zurückgelassen und ich habe noch lange über bestimmte Dinge nachdenken müssen.
Insgesamt lässt sich sagen, dass ich von „Origin" wirklich begeistert bin und es auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Für Fans von Dan Brown ist es meiner Meinung nach ohnehin ein absolutes Muss, aber auch, wenn ihr mit dem Genre bis jetzt nicht so viel anfangen konntet, kann ich euch nur raten, es zu versuchen!


Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keinster Weise verändert.)

Für mehr Infos zum Buch klickt hier.



Dan Brown live auf der Frankfurter Buchmesse 2017


Nach einem sehr ereignisreichen Tag auf der Buchmesse (mehr dazu hier) machte ich mich am Abend des 14.10. auf den Weg ins Congress Center der Messe, um dort mein Presseticket abzuholen. Ganz überraschend habe ich es nämlich trotz der limitierten Anzahl der Plätze geschafft, einen Platz auf der Gästeliste zu ergattern, und war natürlich umso aufgeregter!
Alle Pressevertreter bekamen am Schalter ein graues Armband, das ihnen als Eintrittskarte diente.
Vor dem Saal befand sich ein Stand der Hugendubel-Buchhandlungen, dort hatte man die Möglichkeit, sowohl vor als auch nach der Veranstaltung alle Bücher von Dan Brown zu erwerben.



Voller Vorfreude machte ich mich auf den Weg in den Saal, in dem die Veranstaltung stattfinden würde.

Schnell füllte sich der Saal mit hunderten von Besuchern

Ich hatte das große Glück, einen Platz in der ersten Reihe ergattert zu haben. Für Fotos war diese Position nicht ideal, da sich der Pressebereich ganz links von der Bühne befand, aber es war doch fantastisch, alles so hautnah miterleben zu können!




Ich wurde öfters einmal darauf angesprochen, ob ich denn tatsächlich von der Presse sei - ich war mit meinen 14 Jahren auch die mit Abstand jüngste Person im Pressebereich -, außerdem fragte man mich öfters, für wen ich denn schreiben beziehungsweise fotografieren würde. Dann zu erklären, dass ich Bloggerin und sozusagen meine eigene Chefin sei, war ziemlich amüsant.  Ich muss zugeben, dass es zunächst auch ein wenig befremdlich für mich war, zwischen all den professionellen Journalisten und Reportern mit ihren riesigen (Film-)Kameras und Koffern voller Equipment zu sitzen, was aber nicht weiter schlimm für mich war.
Im Gegenteil, zu realisieren, dass ich schon in wenigen Minuten einen meiner absoluten Lieblingsautoren live erleben würde, hat meine Vorfreude nur noch gesteigert! Deswegen will ich mich auch gar nicht länger aufhalten und euch endlich von der eigentlichen Veranstaltung berichten.


Von links nach rechts: Wolfram Koch, Alf Mentzer und Dan Brown

War das ein Getöse, als Dan Brown dann endlich die Bühne betrat!
Ich muss gestehen, es fiel mir teilweise ziemlich schwer, die professionelle Pressevertreterin zu mimen, einfach, weil ich so aufgeregt war.😄
Zu Anfang der Veranstaltung, die sich natürlich rund um „Origin" drehte, wurde auf einer großen Leinwand ein Video gezeigt, in dem verschiedene Handlungsorte des Thrillers gezeigt wurden. Es war wirklich spannend, zu sehen, wie die im Buch beschriebenen Orte in echt aussehen!
Der Autor hat viel über die Entstehungsgeschichte seiner Bücher geredet. Ich war unter anderem sehr beeindruckt, dass er laut eigener Aussage manchmal mehr als ein ganzes Jahr mit Recherchen zubringt, bevor er überhaupt mit dem Schreiben anfängt!


Dan Brown hat sich mit seinem Charme ziemlich schnell auf die Seite des Publikums geschlagen, nicht selten gab es großes Gelächter. Auf die Frage, warum seine Bücher fast ausschließlich in Europa spielten, antwortete er zum Beispiel, als wäre es das Offensichtlichste der Welt:  „Well, have you ever been to Europe?!" ( „Nun, waren Sie denn schon mal in Europa?")
Die Antwort auf die Frage, warum es zwischen Langdon und seinen in der Regel weiblichen Begleitern nie zu einer langfristigen Beziehung kommt, erntete ebenfalls einen großen Lacher. („Nun, meine Bücher spielen meistens über einen Zeitraum von 24 Stunden. Ich weiß nicht, wie das hier ist, aber für mich reicht die Zeit, sich zu verlieben, einfach nicht.")
Der Autor erzählte überdies einige lustige Anekdoten von seinen Recherchereisen: Es sei zum Beispiel so gewesen, dass er, als er die Sagrada Familia in Barcelona besichtigte und dort auf eine steile, im Dunkeln liegende Wendeltreppe stieß, sofort wusste, dass er dort eine Figur würde umbringen müssen.

Es war jedoch nicht nur lustig, sondern teilweise sehr zum Nachdenken anregend. Der Autor hat ganz offen über den in seinen Büchern immer wieder verarbeiteten Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion geredet. Ich war sehr erstaunt (und, um ehrlich zu sein, auch ziemlich amüsiert), als er erzählt hat, dass er sogar mit dem Vatikan aneinandergeraten sei und dass sich ein Kardinal extra mit seinen Büchern beschäftigt hätte. 

Zwischendurch hat der Schauspieler Wolfram Koch immer wieder kleine Ausschnitte aus „Origin" vorgelesen. Und obwohl ich das Buch zu dem Zeitpunkt schon gelesen hatte, wurde in mir gleich das Bedürfnis geweckt, die Geschichte noch einmal zu erkunden.
Moderiert wurde der Abend von Alf Mentzer.

Insgesamt lässt sich sagen, dass es wirklich eine großartige Veranstaltung war, die leider viel zu schnell zu Ende ging. Ich finde es etwas schade, dass man nicht die Chance hatte, den Autor kurz persönlich zu treffen, bei rund 2.000 Besuchern war das aber auch verständlich.
Immerhin gab es sowohl vor als auch nach der Veranstaltung die Möglichkeit, eines von 400 signierten Büchern zu erwerben. Eine Mitarbeiterin der Hugendubel-Buchhandlungen hat mir allerdings erzählt, dass die praktisch sofort weggewesen seien. Ich hätte zwar unglaublich gerne ein Autogramm von Dan Brown gehabt, aber da ich ohnehin alle seine Bücher besitze, war das auch nicht weiter schlimm.

Vielen, vielen Dank an die Veranstalter für den gelungenen Abend!
Es war wirklich ein absolutes Highlight, Dan Brown live miterleben zu dürfen - mit Sicherheit werde ich diesen Tag nicht so schnell vergessen . . . 












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