Freitag, 19. Mai 2017

[Rezension] The Girl before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot

Autor: JP Delaney
Verlag: Penguin Verlag
Seiten: 400
ISBN 978-3-328-10099-7
Preis: 13€  (Klappenbroschur)

Inhalt:
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

Meine Meinung:
An dieses Buch hatte ich von Anfang an sehr hohe Erwartungen, weil der Klappentext für mich wirklich sehr vielversprechend klang. Leider muss ich aber sagen, dass das Buch nicht sein volles Potenzial entfaltet hat. Bei der Beschreibung habe ich eher einen spannenden Psychothriller erwartet, aber teilweise fand ich das Buch regelrecht langweilig. Gerade zu Anfang geschieht nur wenig. Klar, der Einstieg in eine Geschichte geht fast immer etwas ruhiger zu, aber diese „ruhigen“ Phasen waren meiner Meinung nach zu lang. Mir fehlte an vielen Stellen einfach die Spannung, was bei der vielversprechenden Inhaltsangabe schon etwas enttäuschend war.
Die „Auflösung“ des ganzen fiel dann auch etwas mager aus. In gewisser Weise war zwar alles nachvollziehbar, aber irgendwie unspektakulär - und das nicht auf die Weise, bei der man sich denkt:„Wow! Das ist total logisch! Ein wahres Meisterwerk!“ Wie bereits gesagt, habe ich einfach mehr erwartet.
Außerdem war die Erzählweise aus zwei Sichten etwas verwirrend, besonders zu Beginn, da die Erlebnisse von Emma („damals“) und Jane („heute“) deutliche Parallelen aufweisen.
Trotz all der Kritik hat das Buch aber auch ganz klar seine guten Momente. So fand ich zum Beispiel die Idee von Perfektion, die die Architektur von Edward Monkford verfolgt, sehr faszinierend und Edward selbst war mit seiner Undurchdringlichkeit und seiner mysteriösen Persönlichkeit eine sehr außergewöhnliche Figur.
Teilweise war das Buch auch total spannend, gerade beim Showdown habe ich richtig mitgefiebert, auch wenn ich, wie bereits erwähnt, vom Ende ein wenig enttäuscht war.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch zwar durchaus gut war, aber um einiges besser hätte sein können. Somit konnte es mich nur bedingt überzeugen.

Fazit:
Hinter „The Girl before“ steckt eine wirklich gute Grundidee, an deren Umsetzung es leider gehapert hat. Grundsätzlich war das Buch zwar gut, aber nicht so spektakulär und mitreißend, wie ich zu Beginn erwartet habe. Es gibt zwar deutlich schlechtere Bücher - aber eben leider auch bessere.

Vielen Dank an den Penguin-Verlag und die Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar!

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