Samstag, 11. Februar 2017

[Rezension] Knife Edge

Autorin: Malorie Blackman
Verlag: Corgi
Teil einer Reihe: 2/4
Seiten: 416
ISBN 978-0552548922
Preis: 6,99€ (Taschenbuch)
Das Buch ist auf Deutsch unter dem Titel Asche und Glut erhältlich.

Inhalt:
Sephy is a Cross, one of the privileged in a society where the ruling Crosses treat the pale-skinned noughts as inferiors. But her baby daughter has a nought father – Callum. Eaten up with bitterness, Callum’s brother Jude, blames Sephy for the terrible losses his family has suffered.
Now Jude’s life rests on a knife edge. Will Sephy be forced, once again, to take sides?

Meine Meinung:
Nachdem mich schon der erste Teil dieser Reihe unglaublich begeistern konnte (auch wenn er mich mit gebrochenem Herzen zurückgelassen hat), habe ich mich natürlich unglaublich auf die Fortsetzung gefreut, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Sephy und den anderen weitergeht.
Die komplexe und vor allem unglaublich realitätsnahe Welt, die Malorie Blackman erschaffen hat, hat mich dabei erneut beeindruckt.
Die Weiterentwicklung von Sephy nach dem Ende von „Noughts & Crosses“ steht in diesem Buch natürlich im Vordergrund, aber es wird auch aus verschiedenen anderen Sichten erzählt. Zum großen Teil aus der Sicht von Jude, Callums älterem Bruder und Mitglied der Liberation Militia, der einen vielschichtigen und interessanten Charakter hat, aber auch Meggie - die Mutter von Callum und Jude - und einige anderen kommen an die Reihe. Dabei verliert man jedoch nie den Überblick, was ich sehr gut finde.
Der Schreibstil lässt sich wie schon im ersten Teil sehr flüssig lesen und das Englisch ist leicht verständlich. Interessant finde ich auch die Aufmachung des Buches. Neben dem schlichten Cover ist das Buch in mehrere Teile unterteilt, vor denen es immer jeweils einen Zeitungsausschnitt sowie eine Farbe & ihre Bedeutungen gibt, sodass am Ende sozusagen der ganze Regenbogen abgearbeitet wurde. Das ist auch eine gute Überleitung zu dem nächsten Punkt, den ich ansprechen möchte: Dass Sephy jetzt in einer Band singt und ein wirklich schönes Lied mit dem Titel „Rainbow Child“ für ihre Tochter geschrieben hat. Es gab außerdem ein paar Einblicke in die Musikindustrie und wie man auch dort mit Vorurteilen zu kämpfen hat, was ich sehr interessant fand.
Dabei ist das Buch an sich eigentlich nicht besonders spektakulär, gerade wenn man den ersten Teil gelesen hat. Es gibt zwar einige Schockmomente und gerade gegen Ende hin fiebert man richtig mit, aber ich bin doch der Meinung, dass dieses Buch eher eine Art „Zwischenbuch“ ist. (Wenn auch ein wirklich, wirklich Gutes!) Und spätestens nach dem wirklich fiesen Cliffhanger am Ende ist man auf jeden Fall gespannt auf Teil 3!
Trotzdem möchte ich noch eine Kleinigkeit ansprechen, die mich wirklich irritiert hat. Dabei weiß ich nicht, ob es sich um einen Druckfehler, eine fehlerhafte Auflage oder was auch immer handelt…Jedenfalls ist es so, dass zwischen der letzten Seite der „richtigen“ Geschichte und der Kurzgeschichte „An Eye for an Eye“ eigentlich nur ein paar leere Seiten befinden, aber dass dann plötzlich in der Seitenbeschriftung um fast 100 Seiten nach vorne gesprungen ist, scheinbar ohne Grund…Das hat zwar mit der Geschichte an sich nichts zu tun, aber mich hat es irgendwie trotzdem total gestört und verwirrt. Vielleicht werde ich auch noch mal an den Verlag schreiben, mal schauen…
Wie auch immer, das Buch kriegt von mir eine klare Leseempfehlung!

Fazit:
Für alle, denen „Noughts & Crosses“ gefallen hat, ist auch „Knife Edge“ ein absolutes Muss. Dieses Buch überzeugt nicht nur durch eine komplexe Welt und tolle Charaktere, sondern auch durch die wichtigen Themen, die hier angesprochen werden. Zwar mag es nicht immer ganz so spannend sein - hier geht es mehr um die Weiterentwicklung der Charaktere - aber dennoch kann ich das Buch sehr empfehlen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen