Donnerstag, 19. Januar 2017

[Rezension] Red Rising

Autor: Pierce Brown (aus dem amerikanischen Englisch von Bernhard Kempen)
Verlag: Heyne Verlag
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 576
ISBN 978-3453534414
Preis: 12,99€ (Klappenbroschur)

Inhalt:
Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen . . .

Meine Meinung:
Die Idee, die hinter „Red Rising“ steckt, ist zwar an sich nichts neues, aber in dem Genre zu neuen Ideen zu kommen, wird ja auch zunehmend schwerer. Und die Kombination der verschiedenen Ideen bei diesem Buch hat mir gut gefallen. Die Gesellschaft ist zwar auch hier gespalten, aber dass es noch viel mehr Untergruppierungen bzw. Farben gibt, die unterschiedliche Aufgaben haben bzw. zu verschiedenen Zwecken gezüchtet werden, hat hier für mich den feinen Unterschied zwischen Büchern wie zum Beispiel der Trilogie „Die Bestimmung“ gemacht.
Auch, dass die Geschichte im All bzw. auf einem anderen Planeten spielt, hat mir sehr gut gefallen, und auch, wie die Zukunft der Menschheit in diesem Buch aussieht. Weil es, wenn man genauer darüber nachdenkt, dass es gar nicht so abwegig erscheint…
Ich muss zugeben, dass ich Darrow, den Protaginisten, am Anfang nicht so gerne mochte, aber nach einiger Zeit konnte ich mich immer besser in ihn hineinversetzen. Toll finde ich auch, dass Darrow auch in der Welt der Goldenen etwas Gutes in den Menschen erkennt und deswegen im inneren Konflikt mit sich selbst steht.
Die Psychologie hinter dem Buch (wie zum Beispiel das Kriegsspiel in der Akademie der Goldenen) ist ebenfalls ein positiv anzurechnender Punkt.
Teilweise ist das Buch sehr spannend, gerade gegen Ende hin.
Allerdings wirken einige Stellen etwas langatmig und es fällt mitunter schwer, der Geschichte zu folgen. So hätte zum Beispiel der Mittelteil etwas gekürzt werden können.
In diesem ersten Teil der Trilogie geht es außerdem kaum um Rebellion, sondern eher darum, wie Darrow sich in die Welt der Goldenen integriert. Ich hätte mir etwas mehr Bezug auf die Vorgeschichte beziehungsweise den eigentlichen Plan gewünscht.
Ansonsten hat mir das Buch aber gut gefallen, und ich glaube, dass in Teil 2 auf jeden Fall noch mehr zu erwarten ist. Ich bin gespannt!

Fazit:
Obwohl hinter dem Buch an sich keine neue Idee steckt und ich ein paar Sachen zu kritisieren habe, hat es mir insgesamt ganz gut gefallen. Besonders für Action-Fans  ist dieses Buch empfehlenswert, da es hier fast ausschließlich um die brutale Akademieausbildung der Goldenen geht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen