Donnerstag, 26. Januar 2017

[Rezension] Red Rising - Im Haus der Feinde

Autor: Pierce Brown (aus dem amerikanischen Englisch von Bernhard Kempen)
Verlag: Heyne Verlag
Teil einer Reihe: 2/3
Seiten: 576
ISBN 978-3453534425
Preis: 12,99€ (Klappenbroschur)

Inhalt:
Immer war Darrow stolz darauf, als Minenarbeiter auf dem Mars den Planeten zu erschließen. Bis er herausfand, dass die Oberschicht, die Goldenen, längst in Saus und Braus leben und alle anderen ausbeuten. Unter Lebensgefahr schloss er sich dem Widerstand an und ließ sich selbst zum Goldenen verwandeln. Nun lebt er mitten unter seinen Feinden und versucht die ungerechte Gesellschaft aus ihrer Mitte heraus zum Umsturz zu bringen. Doch womit Darrow nicht gerechnet hat: auch unter den Goldenen findet er Freundschaft, Respekt und sogar Liebe. Zumindest so lange ihn niemand verrät. Und der Verrat lauert überall.

Meine Meinung:
Zwischen dem Beginn des ersten Teils und dem Beginn dieses Buchs vergeht eine ziemlich große Zeitspanne von vier Jahren, in denen sich der Protagonist Darrow beachtlich weiterentwickelt hat. Er ist um einiges älter geworden und hat sich nicht nur perfekt in die Welt der Goldenen integriert, sondern steigt auch innerhalb der Oberschicht immer weiter auf, was ich ziemlich beeindruckend finde - denn leicht wird es ihm nicht gerade gemacht. Er hat nicht nur in einer von ihm selbst erneut entfachter Familienfehde gegen das Haus Bellona zu kämpfen, sondern befindet sich gleichzeitig im Krieg um die Herrschaft über den Mars und muss einen Aufstand gegen die Goldenen planen. Nachdem er seit nunmehr vier Jahren bei ihnen lebt und so einige Freunde gefunden hat, hat er natürlich noch viel mehr Gewissensbisse als in Teil 1, und er wird immer häufiger vor moralische Dilemmas gestellt, wobei er auch nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft. Dadurch wirkt Darrow sehr menschlich und man kann seine Handlungen eigentlich immer gut nachvollziehen.
Sehr sympathisch waren mir auch Sevro, den man bereits aus Teil 1 kennt, und Ragnor, ein Obsidianer, der in diesem Buch neu auftaucht und der einen wirklich faszinierenden Charakter hat.
Gut gefallen haben mir außerdem die Science Fiction-Aspekte, die hier noch einmal deutlicher zur Geltung kommen als im ersten Teil. Es wird auch, wenn überhaupt möglich, noch actionreicher, auch wenn die Handlung dennoch im Vordergrund steht.
Nicht so gut gefallen hat mir, dass das Buch an einigen Stellen etwas langatmig und langweilig wird, was vielleicht auch an dem Schreibstil liegt, der mir eher mittelmäßig gut gefallen hat und der außerdem für mich etwas zu vulgär war, wenn man bedenkt, dass die Charaktere inzwischen erwachsen geworden sind.
Das Ende ist dann aber wieder total spannend und mitreißend und das Buch endet mit einem so fiesen Cliffhanger, dass ich trotz meiner Kritikpunkte  sehr gespannt auf den dritten und letzten Teil dieser Trilogie bin!

Fazit:
„Red Rising - Im Haus der Feinde“ kann trotz des nur mittelmäßigen Schreibstils und einigen eher langweiligen Stellen durch die Charaktere, die Idee/ Umsetzung und das Wahnsinnsende punkten. Gerade für Action-Fans ist dieses Buch - wie auch schon „Red Rising“, der erste Teil der Trilogie - ein absolutes Muss!

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