Donnerstag, 19. Januar 2017

[Rezension] Letztendlich sind wir dem Universum egal


Autor: David Levithan (aus dem amerikanischen Englisch von Martina Tichy)
Verlag: FISCHER FJB
Teil einer Reihe: 1/2
Seiten: 400
ISBN 978-3841422194
Preis: 16,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?

Meine Meinung:
Die Idee, die hinter diesem Buch steckt, hat mir auf Anhieb gefallen und war wirklich mal was Anderes. Obwohl A keinen wirklichen Körper hat, war er/sie mir vom Charakter her gleich sympathisch. Auch die anderen Charaktere und die verschiedenen Leute, in denen er steckte, mochte ich alle sehr.
Durch dieses Buch hat man einen Einblick in das Leben verschiedenster Menschen bekommen, und auch wenn man letztendlich nicht so viel über den Charakter der meisten Personen erfährt, in denen A steckt, war es doch sehr interessant zu lesen.
Der Schreibstil ließ sich sehr flüssig lesen, sodass man in diesem Buch schnell vorankommt und auch gut mal ein oder zwei der angenehm kurzen Kapitel zwischendurch lesen kann.
Wirklich genial finde ich auch das Cover. Es passt einfach total gut zur Geschichte und die vielen verschieden Gesichter auf schwarzem Grund sehen echt toll aus! Auch der Titel passt super zur Geschichte.
Über die Liebesgeschichte zwischen A und Rhiannon lässt sich allerdings streiten. A steckt für einen Tag im Freund von Rhiannon und merkt, dass diese nicht besonders gut von ihm behandelt wird, sodass A ihr ein besonderes Geschenk machen möchte - aber sich gleich nach einem Tag in sie zu verlieben. Klar, A kennt es nicht anders, aber anstatt der gleich unsterblichen Liebe würde ich glaube ich eher erst einmal den Wunsch nach Gerechtigkeit für Rhiannon in den Vordergrund stellen.
Ich persönlich finde es so eigentlich ganz in Ordnung, weil es ja wie gesagt sonst nicht wirklich etwas geworden wäre - immerhin wechselt A Körper und Leben täglich.
Nicht gefallen hat mir allerdings das Ende. Es war zwar nicht schlecht, aber es kann nicht das Ende sein - die Geschichte wurde für mich nicht zu Ende erzählt! Es gibt zwar einen zweiten Teil, aber soweit ich weiß, erzählt dieser die Geschichte nur noch mal aus der Sicht von Rhiannon…Dabei wurden so viele Fragen offen gelassen! Was ist zum Beispiel mit dem Mann, der behauptet, A wäre nicht der/die einzige, der/die den Körper wechselt und eine Art schattenhaftes Dasein führt?! Der sagt, dass es nicht nur A so geht?! Nicht zu vergessen von der offensichtlichsten Frage, warum A so ein Leben führt…
Insgesamt hat mir dieses Buch eigentlich gut gefallen, aber das Ende macht es mir ein bisschen kaputt. Es hätte so viel mehr aus der Geschichte werden können!

Fazit:
"Letztendlich sind wir dem Universum egal" ist eine tolle Geschichte, die mir bis auf das Ende wirklich gut gefallen hat. Dass das Buch so abrupt endet und so viele Fragen offen bleiben, zieht diese tolle Geschichte wirklich total runter, was ich wirklich schade finde!

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