Sonntag, 8. Januar 2017

[Rezension] Legend - Fallender Himmel

Autorin: Marie Lu (aus dem amerikanischen Englisch von Sandra Knuffinke und Jessika Komina)
Verlag: Loewe
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 368
ISBN 978-3785573945
Preis: 17,95€ (Hardcover)

Inhalt:
Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen.
Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos – angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders?
Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist.

Meine Meinung:
Da der Klappentext für mich ungeheuer spannend klang, bin ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, die auch zu großen Teilen erfüllt wurden.
Allerdings waren die ersten Seiten für mich sehr verwirrend, da man sozusagen mitten ins Geschehen hineingeworfen wird und es erst einmal keine wirklichen Erklärungen gibt, was ich persönlich bei Dystopien etwas unvorteilhaft finde.
Nach und nach findet man sich dann aber immer mehr in die Geschichte ein, auch wenn manche Dinge weiterhin nicht erklärt werden, wie zum Beispiel das politische System oder auch, wie es auf der Welt jetzt aussieht. Das Republik-Kolonien-Ding hätte ebenfalls besser erläutert werden können.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das anfänglich aufgebaute Vertrauen zwischen June und Day fast sofort in Liebe umschwenkt, worüber ich einfach nur den Kopf schütteln konnte. Nach nicht einmal zwei Tagen erschien mir das einfach nur unrealistisch. Besser hätte es mir gefallen, wenn die beiden auf der Straße einfach zu guten Freunden geworden wären und  die Liebe erst nach und nach während Junes Zweifeln an der Regierung entstanden wäre.
Dieses langsame Zweifeln und Hinterfragen haben mir aber wirklich gut gefallen, und auch, dass die politischen Aspekte dieses Buches so geschickt in die Handlung eingeflochten wurden, finde ich wirklich bemerkenswert.
Das Buch ist fast durchgehend extrem spannend geschrieben und auch sehr actionreich, sodass man förmlich über die Seiten fliegt.
Das Buch wird aus den Sichten von Day und June erzählt, und mir haben die beiden als Protagonisten unheimlich gut gefallen. June, die zunächst wie das klassische Wunderkind scheint und um das sich alle bemühen, die aber auf den zweiten Blick etwas Verletzliches an sich hat, und auch Day, der der Regierung ein Dorn im Auge ist und sowohl außergewöhnliche Talente als auch Schwachstellen hat, waren mir beide sehr sympathisch. Dass die beiden so jung sind, hat mich zuerst skeptisch gemacht, aber ich denke, das passt dann doch gut zu ihrer Außergewöhnlichkeit.
Wie bereits erwähnt ist das Buch durchgehend spannend, obwohl auf landesweiter Ebene jetzt noch nicht besonders viel passiert ist und es eher um June und Day ging, sodass ich schon sehr gespannt auf Teil 2 bin und glaube, dass die Fortsetzungen noch um einiges spannender und actionreicher sein dürften.

Fazit:
„Legend - Fallender Himmel“ ist der ungeheuer mitreißende und spannende Auftakt einer Trilogie, der sowohl mit Inhalt als auch mit Charakteren überzeugen kann, sodass es von mir trotz der Kritikpunkte, die ich habe, eine klare Leseempfehlung gibt!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen