Freitag, 23. Dezember 2016

[Rezension] Zeitenzauber - Die magische Gondel


Autorin: Eva Völler
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 336
ISBN 978-3833900266
Preis: 14,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen - und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen ...

Meine Meinung:
Obwohl dieses Buch für mich sehr nach der Edelsteintrilogie klang, habe ich beschlossen, es trotzdem mal zu lesen, und obwohl es wie erwartet viele Parallelen gab, hat das Buch auch seine eigenen Besonderheiten, wie zum Beispiel das Setting. Ich persönlich bin ja ein riesiger Fan von Venedig, weil ich die Stadt einfach wunderschön finde, und es hat mir großen Spaß gemacht, die Stadt aus einer anderen Epoche heraus zu betrachten.
Einige Charaktere, wie zum Beispiel Matthias bzw. später Mattheo, waren mir gleich sehr sympathisch.
Witzig finde ich auch  die Idee mit der Blockade, die alles, was man sagt, in zeitgerechte Begriffe umwandelt (wie zum Beispiel „Rouge“ in „Wangenrot“).
Leider ist das Buch aber voller Klischees, wie zum Beispiel, dass Anna sich gleich in den mysteriösen, gutaussehenden Sebastiano verliebt, der tief in die Zeitreisegeschichte verwickelt ist, aber nichts sagen darf. Besser gefallen hätte es mir zum Beispiel, wenn sie sich stattdessen in den etwas dicken, aber total freundlichen Matthias bzw. Mattheo verliebt hätte.
Außerdem gibt es wie bereits erwähnt viele Parallelen zur Edelsteintrilogie von Kerstin Gier.
Gegen Ende wurde das Buch dann auch zunehmend verwirrender und es fehlte für mich an Erklärungen. Gut, es gibt also eine Art Verein, der sich aus drei verschiedenen Arten von Leuten zusammensetzt. Aber was genau ist das für ein Verein? Wer oder was entscheidet, wer dort welche Stellung einnimmt? Und wie hängt das ganze zusammen?
Zu viele unbeantwortete Fragen, die hoffentlich in Teil 2 beantwortet werden.
Insgesamt hat mir das Buch eher mittelgut gefallen und ich würde es vielleicht etwas jüngeren Lesern empfehlen, weil es teilweise einen eher kindlichen / jugendlichen Eindruck auf mich machte.

Fazit:
„Zeitenzauber - Die magische Gondel“ ist eine Zeitreisegeschichte in einem tollen Setting, leider mit Klischees gespickt und außerdem durch die offen bleibenden Fragen etwas verwirrend. Ich glaube, das Buch hätte auf jeden  Fall besser sein können.

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