Dienstag, 27. Dezember 2016

[Rezension] Göttlich verdammt

Autorin: Josephine Angelini (aus dem amerikanischen Englisch von Simone Wiemken)
Verlag: Dressler
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 496
ISBN 978-3791526256
Preis: 19,95€ (Hardcover)

Inhalt:
Die 16-jährige Helen lebt mit ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Doch dann passiert endlich etwas Aufregendes: Die Familie Delos zieht auf die Insel. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen, weil sie sich ineinander verlieben.

Meine Meinung:
Obwohl ich anfangs eher skeptisch war, hat mir das Buch wirklich gut gefallen.
Am Anfang ist allerdings nicht so viel passiert und es fiel teilweise schwer, die Hintergrundgeschichte nachzuvollziehen.
Außerdem ist die Wendung von Hass  zu Freundschaft zwischen Helen und Lucas nachdem die Furien verschwunden sind meiner Meinung nach etwas zu schnell geschehen.
Auch scheint es etwas unglaubwürdig, dass Helen sich sofort damit abfindet, dass sie eine Halbgöttin ist, und kaum überrascht oder skeptisch scheint. Dasselbe gilt für ihre beste (menschliche) Freundin, die das Ganze kaum oder eigentlich gar nicht hinterfragt.
Ich hätte es auch, glaube ich, besser gefunden, wenn das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben wäre, da man sich so vielleicht noch besser in Helen hereinversetzen könnte.
Auf der anderen Seite finde ich aber, dass eine wirklich tolle Idee hinter dem Buch steckt. Die ganzen historischen Aspekte und die Mythen und Sagen, die eingeflochten wurden, haben mir wirklich gut gefallen, weil es mal was anderes ist und außerdem wirklich originell.
Das Buch ist größtenteils sehr spannend geschrieben und auch wenn es gerade nicht so hoch her geht, ist man gespannt, wie es wohl weitergeht.
Es gibt viele tolle Charaktere, aber auch einige, die sehr undurchdringlich und schwer einzuschätzen sind, wie zum Beispiel eine tot / verschollen geglaubte Person, die gegen Ende auftaucht. Jeder Charakter scheint einen wichtigen Platz in der Geschichte einzunehmen, egal wie klein seine Rolle ist, und da im Laufe des Buches einige mysteriöse Dinge geschehen, beginnt man sich schon irgendwie zu fragen, wer jetzt wohl eine noch wichtigere Rolle kriegen könnte.
Es gibt einige überraschende Wendungen, und zusammen mit dem tollen Cover ist „Göttlich verdammt“ ein Buch, das sich - ganz besonders für Mythologie-Fans - wirklich lohnt!

Fazit:
Mythisch, sagenhaft, mysteriös - dieses Buch ist trotz der Kritikpunkte, die ich habe, wirklich lesenswert und wird ganz besonders Fans der Antike und alter Göttersagen gefallen.

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