Montag, 19. Dezember 2016

[Rezension] Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

Autorin: A.J. Betts (aus dem australischen Englisch von Anja Malich)
Verlag: FISCHER KJB
Seiten: 336
ISBN 978-3596812547
Preis: 8,99€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Kopf an Kopf liegen Zac und Mia in ihren Krankenhausbetten, nur durch eine dünne Wand getrennt. Diagnose: Krebs. Gefühlszustand: isoliert und allein. Im normalen Leben hätten sie wahrscheinlich nichts miteinander zu tun. Aber im Krankenhaus gelten andere Regeln. Man braucht Kraft, um die Zeit dort durchzustehen. Und noch mehr Kraft, um in die normale Welt zurückzukehren. In einer dieser Welten braucht Zac Mia. Und in der anderen braucht Mia Zac. Oder vielleicht brauchen sie sich gegenseitig. Jetzt und für immer.

Meine Meinung:
Obwohl ich bei diesem Buch eher eine „klassische“ Krebsgeschichte hätte, konnte es mich sowohl überraschen als auch begeistern.
Der erste Teil des Buches ist hauptsächlich aus der Sicht von Zac erzählt, und ich konnte mich gleich von Anfang an gut in ihn hineinversetzen. Mit seiner leicht sarkastischen, aber doch realistischen Art war er mir sehr sympathisch.
Mit der zweiten Protagonistin Mia konnte ich mich nicht ganz so anfreunden. Ihre Wut auf alles und jeden war  zwar durchaus nachvollziehbar, aber teilweise hat sie sich einfach so unreif und kindisch benommen, dass es mir manchmal schwer fiel, sie zu mögen.
Die Idee, dass die beiden sich durch eine Wand „kennenlernen“, finde ich sehr originell. Im Gegensatz zu anderen 0815-Liebesgeschichten ist es hier auch keine Liebe auf den ersten Blick, sondern es zieht sich über das ganze Buch hinweg - wobei man am Ende auch nicht wirklich sagen kann, ob die beiden jetzt ein Paar oder (gute) Freunde sind.
Auch viele Nebencharaktere wurden gut ausgearbeitet und teilweise sehr detailliert und liebevoll gestaltet, wie zum Beispiel die Krankenschwester die immer eine kindische Haarklammer trägt. Diese kleinen Details lassen das Buch sehr realistisch und lebendig wirken.
Nicht so gut gefallen hat mir, das Buch gegen Ende hin nicht besonders spannend wird, sondern der kleine „Rückschlag“ eher inszeniert wirkt und nur von kurzer Dauer ist. Das etwas offene Ende wiederum hat mir gut gefallen.
Insgesamt ist „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ ein lockeres, gut lesbares Buch für zwischendurch, das ich trotz Kritik weiterempfehlen kann.

Fazit:
Ein nettes Buch mit tollen Ideen und Charakteren, das kaum Klischees enthält und, obwohl ich einige Kritikpunkte habe, lesenswert ist - wenn auch nicht für Leute, die lieber spannende und actiongeladene Bücher lesen.

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