Freitag, 23. Dezember 2016

[Rezension] Die Puppenkönigin - Das Geheimnis eines Sommers


Autorin: Holly Black (aus dem amerikanischen Englisch von Anne Brauner)
Verlag: cbj
Seiten: 256
ISBN 978-3570156438
Preis: 14,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Zach, Poppy und Alice sind schon ihr Leben lang allerbeste Freunde. Sie lieben es, sich für ihre Actionfiguren aus der Kindheit Geschichten einer magischen Welt, die voller Abenteuer und Heldentum ist, auszudenken. Doch dieses Spiel nimmt eines Nachts eine schaurige Wendung. Alice und Poppy tauchen bei Zach auf und erzählen ihm von einer Reihe furchteinflößender Ereignisse. Poppy schwört, dass sie seit einiger Zeit von einer Porzellanpuppe ihrer Mutter heimgesucht wird, die behauptet, die Seele eines vor langer Zeit ermordeten Mädchens in sich zu tragen. Erst wenn die Freunde sie zu dem Ort des Verbrechens zurückgebracht und dort begraben haben, werde sie Ruhe geben. Andernfalls wird sie die drei Freunde verfolgen - bis in alle Ewigkeit!

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte sowie die Idee mit den Kindern, die sich mithilfe ihrer Puppen und Actionfiguren eine eigene Welt erschaffen, hat mir gut gefallen und die Neugier auf mehr geweckt. Die Sache mit den Puppen inklusive der großen Königin hatte etwas Märchenhaftes an sich. 
Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen, sodass man sehr schnell in die Geschichte eintauchen kann.
Da das Buch etwas Mysteriöses und Gruseliges an sich hat, bleibt es meistens interessant, aber es wird nie so heftig, als dass es nicht auch jüngere Leute lesen könnten.
Da die Protagonisten hier auch relativ jung sind, wird die Identifikation sicherlich besonders den jüngeren Lesern leichtfallen.
Allerdings wirkten die Charaktere - vielleicht gerade, weil sie so jung sind - teilweise sehr naiv auf mich und ich konnte viele Handlungen nicht so gut nachvollziehen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Charaktere manchmal nicht wirklich ihrem Charakter entsprechend handeln.
An einigen Stellen wirkte das Buch etwas unlogisch. So habe ich mich zum Beispiel gefragt, warum die Kinder die Puppe nicht einfach zurück in die Glasvitrine zu sperren - dort konnte sie ihnen zuvor schließlich auch nichts antun…
Insgesamt fand ich das Buch eigentlich ganz gut, bin aber der Meinung, dass es durchaus etwas länger und besser ausgearbeitet sein könnte, weil so bestimmt einige offen gebliebene Fragen bzw. Unklarheiten hätten geklärt werden können. Zum Zwischendurchlesen ist dieses Buch jedoch gut geeignet.

Fazit:
„Die Puppenkönigin“ ist ein nettes Fantasy-Buch für zwischendurch, hinter dem eine tolle Idee steckt, das jedoch einige Lücken zu haben scheint und vielleicht etwas länger und ausführlicher hätte sein können.

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