Montag, 19. Dezember 2016

[Rezension] Die Insel der besonderen Kinder

Autor: Ransom Riggs (aus dem amerikanischen Englisch von Silvia Kinkel)
Verlag: Knaur TB
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 416
ISBN 978-3426510575
Preis: 12,99€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

Meine Meinung:
Wie ihr vielleicht wisst, habe ich vor kurzem schon die Comic-Adaption zum Auftakt der Trilogie „Die besonderen Kinder“ rezensiert. Da mir der Comic gut gefallen hat, war ich natürlich umso gespannter auf das „richtige“ Buch.
Wie erwartet hat mir auch dieses sehr gut gefallen.
Schon der Einstieg hat Lust auf mehr gemacht, und der Protagonist Jacob war mir gleich sympathisch. Er wirkte auch nicht wie der typische Außenseiter, der keine Freunde hat, sondern mehr oder weniger bewusst von anderen Leuten abgegrenzt. Im Laufe des Buches wirkte er zwischendurch manchmal ein bisschen unentschlossen, was aber meistens auch nachvollziehbar war.
Richtig gut gefallen haben mir auch die unzähligen tollen Fotos, mit denen das Buch gespickt ist und die dem ganzen zusätzlich eine besondere Atmosphäre verschaffen. Auch, dass die Bilder kaum bis gar nicht nachbearbeitet sein sollen, und dass der Autor sich in mühsamer Arbeit die ganzen Bilder zusammengestellt hat, finde ich sehr beeindruckend.
Die „besonderen Kinder“ sind mir auch sofort ans Herz gewachsen. Jeder ist auf seine eigene Art unglaublich toll, vielschichtig und manchmal auch komisch, sodass es mir wirklich Spaß gemacht hat, sie durch die Geschichte zu begleiten! Besonders angetan haben es mir die kleine Olive, die schwere Schuhe tragen muss, um nicht davonzuschweben, und der unsichtbare Millard. Aber auch die anfangs grobschlächtig wirkende Bronwyn hat am Ende bewiesen, dass sie ein Herz hat, und nicht zu vergessen Emma, die einst ein besonderes Verhältnis zu Jacobs Großvater hatte und sich deswegen anfangs von Jacob distanziert, bis sie sich dann doch langsam näherkommen.
Die Kulisse mit dem großen Haus, das in einer Zeitschleife steckt und sich auf einer abgelegenen Insel befindet, hat mir auch sehr gut gefallen.
Der Showdown war sehr actiongeladen, und so mancher Charakter musste über sich hinauswachsen. Außerdem wartet ein recht unerwartet kommender Plot Twist auf den Leser.
Insgesamt ein wirklich tolles Buch, an dem ich fast nichts zu kritisieren habe, und ich kann es kaum erwarten, Teil 2 zu lesen!

Fazit:
„Die Insel der besonderen Kinder“ ist eine wunderschöne, märchenhafte Geschichte mit unglaublich vielseitigen und liebenswerten Charakteren in einem faszinierenden Setting, abgerundet von tollen Fotos - ein rundum gelungenes Buch!

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