Dienstag, 27. Dezember 2016

[Rezension] Atlantia


Autorin: Allie Condie (aus dem amerikanischen Englisch von Stefanie Schäfer)
Verlag: FISCHER FJB
Seiten: 416
ISBN 978-3841421692
Preis: 16,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Zwillinge.
Sie waren für ein gemeinsames Leben bestimmt.
Doch das Schicksal trennte sie.
In einer Welt, die in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt ist, werden die Zwillingsschwestern Rio und Bay durch einen Schicksalsschlag getrennt. Bay tritt ihre Reise zur Oberfläche an. Rio bleibt in Atlantia zurück. Um ihre Schwester wiederzusehen, muss sie herausfinden, warum Wasser und Land getrennt wurden und welche wunderbare und zugleich zerstörerische Gabe die Frauen der Familie verbindet.

Meine Meinung:
Ich bin durch eine Leseprobe auf dieses Buch aufmerksam und neugierig geworden, und seitdem habe ich auf den Moment hingefiebert, es zu lesen. Leider war es nicht ganz so gut wie erwartet.
Zuerst einmal muss ich aber die tolle Idee der Autorin loben, die mir unglaublich  gut gefallen hat. Die Stadt, die unter Wasser liegt und von dem zerstörten Oben getrennt ist, hat mich wirklich fasziniert. Man bekommt ein sehr gutes Bild von Atlantia, da alle Teile der Stadt sowie die Umgebung detailliert beschrieben werden.
Auch die spirituellen Aspekte des Buches, die ich ebenso ungewöhnlich wie originell finde,  haben mir sehr gut gefallen, weil sie dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre gegeben haben. Dazu gehören auch die sogenannten „Wunder“, von denen die Protagonistin Rio eines ist - denn sie gehört zu den Sirenen, die Menschen mithilfe ihrer Stimme manipulieren können.
Ich bin aber auch der Meinung, dass die Reichweite der Macht der Sirenen etwas verschwommen wirkt, weil mir teilweise einfach die Beschreibungen fehlen.  Außerdem wirkt die Liebe zwischen Rio und True etwas gezwungen, fast, als müssten sie am Ende unbedingt ein Paar sein. Ich hätte es besser gefunden, wenn die beiden sich  im Bezug auf die Suche nach ihren Freunden / Familienmitgliedern im Oben nähergekommen und zu guten Freunden geworden wären. Leider ist es heutzutage aber häufig so, dass es in Jugendbüchern unbedingt eine Liebesgeschichte geben muss.
Mich hat auch etwas genervt, dass die ganze Zeit vom Oben geredet wird, aber die Zeit dort trotzdem relativ knapp bemessen ist. Die Flucht wird mehr als das halbe Buch lang vorbereitet und geplant, bevor dann wirklich mal etwas geschieht. Dementsprechend sind Showdown und Ende relativ knapp und es herrscht meiner Meinung nach kaum Spannung.
Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn die lange Zeit in Atlantia etwas gekürzt worden wäre und das Buch gegen Ende hin ausführlicher, besser erklärt und vor allem packender  gewesen wäre. Auch hätte ich mir einen rückblickenden Bezug auf die Götter und eine Art „Aufklärung“ der Wunder gewünscht. Das Buch wäre mit Sicherheit auch interessanter und vielschichtiger gewesen, wenn sich die Charaktere, insbesondere Rio, zusätzlich mit Glaubensfragen hätten beschäftigen müssen. Die Idee mit den sagenumwobenen Göttern hat mir nämlich wie bereits erwähnt wirklich gut gefallen, aber man hätte eben noch etwas tiefer gehen können bzw. sollen.

Fazit:
Hinter „Atlantia“ steckt eine wirklich geniale Idee, die aber nur zu Teilen gut umgesetzt wurde. Somit konnte das Buch sein volles Potenzial leider nicht entfalten.

1 Kommentar:

  1. Hey,
    Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und er gefällt mir wirklich sehr gut. Ich habe deinen Blog auch gleich mal abonniert. :D Vielleicht hast du ja Lust auch bei mir mal vorbeizuschauen. Darüber würde ich mich sehr freuen. :)
    LG Benedikt von
    http://beneaboutbooks.blogspot.de/

    AntwortenLöschen