Sonntag, 4. Dezember 2016

[Rezension] Alles, was ich sehe


Autorin: Marci Lyn Curtis (aus dem amerikanischen Englisch von Nadine Püschel)
Verlag: Königskinder
Seiten: 432
ISBN 978-3551560223
Preis: 18,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt. Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.

Meine Meinung:
Durch den tollen Klappentext bin ich sofort neugierig auf dieses Buch geworden und habe auf den Moment hingefiebert, es endlich lesen zu können. Und dann hat das Buch meine Erwartungen noch übertroffen!
Schon der Einstieg hat mir sehr gut gefallen, weil man direkt einen Einblick in Maggies Kopf und ihre sarkastische Art bekommt. Schon nach ein paar Sätzen kann man sich ein gutes Bild von diesem Charakter machen und freut sich schon darauf, ein ganzes Buch mit ihm zu verbringen.
Maggie lernt dann auch relativ schnell den kleinen Ben kennen, und da wird sicher der eine oder andere einen neuen Lieblingsbuchcharakter finden, denn Ben ist so süß! Seine lustige, direkte, charmante und möchtegern-machohafte Art hat mich im Laufe des Buches immer wieder zum Lachen (und teilweise auch zum Weinen) gebracht und ich habe ihn gleich ins Herz geschlossen.
Auch die meisten anderen Charaktere waren mir gleich sympathisch, und jeder einzelne hat perfekt in die Geschichte gepasst!
Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr flüssig lesen, und das Buch ist - gerade gegen Ende hin - unglaublich lustig, emotional, schön und auch traurig.
Einen einzigen Kritikpunkt habe ich jedoch: Es wirkt irgendwie unlogisch bzw. wird nicht genauer erklärt, was Ben jetzt so besonders macht.
Maggie kann ihn ja sehen, weil er, spoilerfrei gesagt, eine bestimmte Art von Mensch ist, und nach ihrer ersten Begegnung mit Ben kann Maggie ja alle Menschen dieser Art sehen. Doch als Ben nicht mehr zu dieser Art von Menschen gehört bzw. direkt nach Maggies Erblindung kann sie diese Menschen nicht sehen. Das hätte meiner Meinung nach besser erklärt bzw. durchdacht werden können.
Ansonsten ist dieses Buch aber wirklich genial und ich kann es euch nur wärmstens weiterempfehlen!

Fazit:
Tolle Idee, tolle Charaktere und unglaublich emotional - „Alles, was ich sehe“ ist ein Buch, das definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient und das ihr unbedingt lesen solltet!

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