Samstag, 26. November 2016

[Rezension] Love Letters to the Dead


Autorin: Ava Dellaira (aus dem amerikanischen Englisch von Katarina Ganslandt)
Verlag: cbt
Seiten: 416
ISBN 978-3570163146
Preis: 17,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

Meine Meinung:
Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste, weil die Geschichte ziemlich interessant und außergewöhnlich klang und ich außerdem schon viel Gutes über dieses Buch gehört habe, aber ich muss sagen, das Buch hat mich wirklich enttäuscht.
Zum einen sind da die Briefe: Zuerst dachte ich, dass die Protagonistin nach und nach immer mehr diesem Briefeschreiben an  die Toten verfällt, stattdessen besteht das ganze Buch nur aus Briefen. Und nicht, dass diese Briefe irgendetwas Besonderes sind - im Gegenteil, das Buch wirkt eigentlich mehr wie eine ganz normale Erzählung, dass gelegentlich von einem „Liebe/r XY . . . Deine Lauren“ unterbrochen wird.
Zum anderen haben mir auch die Charaktere nicht wirklich gut gefallen. Keiner von ihnen schien besonders außergewöhnlich, wenn man vielleicht davon absieht, dass die Protagonistin Briefe an bereits verstorbene Personen schreibt. Während in anderen Büchern jeder Charakter auf seine Weise besonders ist, so ist hier jeder auf seine eigene Art nervig. Auch die Handlung konnte mich nicht wirklich überzeugen, da irgendwie wenig geschieht und das Buch nicht wirklich abwechslungsreich ist. Außerdem war es extrem irritierend, nicht zu wissen, wie alt Lauren denn jetzt wirklich ist, weil sie in einem Moment unglaublich kindisch und dann wieder sehr „erwachsen“ handelt.
Am allerschlimmsten fand ich jedoch die Liebesgeschichte, die so klischeehaft und unrealistisch war, wie eine Liebesgeschichte nur sein kann. Kurz gefasst: Junges, unsicheres Mädchen ist neu auf der Schule und ganz allein, verliebt sich aber plötzlich in mysteriösen, gutaussehenden Jungen, der natürlich gleich dieselben Gefühle für sie hegt, dann eine eigentlich unnötige Vorübergehend-Trennung, die vor dem Ende noch mal für Spannung sorgen soll. Insgesamt also ziemlich vorhersehbar, kitschig und unnötig.
Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen, obwohl eine wirklich gute Idee dahintersteckt. Da ich die Umsetzung aber sehr enttäuschend finde, kann ich euch nur raten, das Buch nicht zur Hand zu nehmen.

Fazit:
„Love Letters to the Dead“ hat leider in keinster Weise meinen Erwartungen entsprochen. Eine kitschig-klischeehafte Liebesgeschichte, die lahme Handlung und die farblosen Charaktere machen dieses Buch zu einem Buch, das sich trotz des darinsteckenden Potenzials nicht wirklich lohnt.

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