Sonntag, 6. November 2016

[Rezension] City of Lost Souls

Autorin: Cassandra Clare (aus dem amerikanischen Englisch von Franca Fritz und Heinrich Koop)
Verlag: Arena
Teil einer Reihe: 5/6
Seiten: 688
ISBN 978-3401066677
Preis: 19,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Kaum ist die Dämonin Lilith besiegt, fehlt von Jace, den Clary über alles liebt, jede Spur - auch ihr finsterer Halbbruder Sebastian ist verschwunden. Doch Jace findet wieder einen Weg zu Clary und enthüllt sein schreckliches Schicksal: Durch Liliths Magie ist er auf immer mit Sebastian und den dunklen Mächten verbunden. Um Jace zu retten, müssen sich auch die Schattenjäger der schwarzen Magie verschreiben. Clary geht dabei den gefährlichsten Weg: Sie möchte Jace’s Seele retten. Aber kann sie Jace überhaupt noch trauen?

Meine Meinung:
Um ehrlich zu sein, konnte mich der 5. Teil der Chroniken der Unterwelt nicht ganz so begeistern wie die Vorbände. Das hat mehrere Gründe:
Zum einen passiert einfach nicht ganz so viel wie in den anderen Büchern, sodass es teilweise an Spannung fehlt, zum anderen ging mir das ganze Hin und Her zwischen Jace und Clary ein wenig auf die Nerven. Klar, Jace ist besessen und auf eine besondere Weise mit Sebastian verbunden, die jeden die Verletzungen des anderen spüren lässt, und deswegen ist Clary unsicher - aber dass sie Jace deswegen abwechselnd zutiefst misstraut und dann wieder küsst, erscheint mir nicht besonders realistisch. Außerdem erschien mir Clary einfach viel zu unkritisch gegenüber dem, was Sebastian und Jace aushecken. Auch, dass sie sich den beiden so unüberlegt anschließt, nur weil Jace sie darum bittet, erscheint mir wenig authentisch.
Allgemein hatte ich bei diesem Buch etwas das Gefühl, dass die verschiedenen Liebesgeschichten und Beziehungen zwischen den Charakteren die Handlung irgendwie verdrängen.
Natürlich hat das Buch auch seine guten Seiten, wie zum Beispiel, dass
durch den regelmäßigen Perspektivenwechsel sozusagen mehrere Handlungen parallel zueinander verlaufen und man so auch mitbekommt, welche Pläne die anderen Charaktere verfolgen. Auch erfährt man in diesem Buch wieder ein paar neue Dinge über die Schattenwelt. So lernt man zum Beispiel die silberne Elbenflüssigkeit kennen, die in der Disco auf Clary und Jace herabtropft und die in der Schattenwelt wie eine Droge wirkt. Man merkt wieder einmal, wie beeindruckend gut durchdacht diese Geschichte und diese Welt, in der die Geschichte spielt, ist.
Außerdem - und da hätte ich mir fast /noch/ mehr Hinweise gewünscht - wird ein neuer, skrupelloser und vor allem sehr junger Feind angedeutet, der im letzten Teil noch eine völlig andere Rolle gespielt hat und in dem auf jeden Fall eine Menge Potenzial steckt. Ich glaube und hoffe, dass diesem Charakter im sechsten und letzten Band „City of Heavenly Fire“ wieder eine größere Rolle zuteil wird und auch, dass dieser letzte Teil mir dann wieder etwas besser gefallen wird.

Fazit:
„City of Lost Souls“ ist zwar keinesfalls schlecht, aber leider doch etwas schwächer als die Vorbände. Mal schauen, ob mir der 6. Teil wieder besser gefällt.

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