Dienstag, 1. November 2016

[Rezension] City of Glass


Autorin: Cassandra Clare
Verlag: Arena
Teil einer Reihe: 3/6
Seiten: 728
ISBN 978-3401061344
Preis: 19,99 € (Hardcover)

Inhalt:
In Idris sind düstere Zeiten angebrochen. Als Valentin sein tödliches Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance, um zu überleben: Die Schattenjäger müssen ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Schattenwesen in diesen Kampf ziehen. Um Clary vor der drohenden Gefahr zu schützen, würde Jace alles tun – doch dafür muss er sie erst einmal verraten …

Meine Meinung:
Der dritte Band der Chroniken der Unterwelt schließt sofort an den letzten Band an, sodass man sich gleich wieder mitten im Geschehen befindet. Clary will nach Alicante, die „gläserne Stadt“, weil sie dort die Rettung ihrer Mutter erhofft - doch Jace, der sich in einem extremen inneren Konflikt befindet, versucht mit allen Mitteln, sie von der Stadt fernzuhalten.
Die Geschichte spielt fast ausschließlich in Alicante, wodurch man noch tiefer in die Welt der Schattenjäger eintaucht und noch mehr über sie erfährt. Die Lage spitzt sich jedoch immer mehr zu, weil Valentin jetzt schon zwei der Engelsinsignien besitzt und den Erzengel heraufbeschwören will, um seine Macht endgültig zu festigen.
Die Stadt ist in Aufruhr, es wird gekämpft - und der Leser muss währenddessen schwere Schocks verarbeiten. Es ist einfach unglaublich, wie Cassandra Clare sich von Buch zu Buch immer mehr steigert! „City of Glass“ ist noch spannender, noch mitreißender und vor allem noch herzzerreißender als die vorherigen Bände. Gerade die „verbotene“ Liebesgeschichte zwischen Clary und Jace macht einem immer mehr zu schaffen und man beginnt noch intensiver zu hoffen, dass es sich um ein großes Missverständnis handelt, was das Verhältnis zwischen den beiden angeht.
Sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere entwickeln sich in diesem Buch enorm weiter - schwierige, folgenschwere Entscheidungen müssen getroffen werden, Entscheidungen, die alles verändern könnten ... Vor allem Clary lernt, über ihren Schatten zu springen, und bewirkt dabei Gewaltiges in den Vorbereitungen zum Kampf gegen Valentins Dämonenheer. Dieser Moment, wenn sie von der jungen, unerfahrenen Schattenjägerin zur einer mutigen Frau wird, die sich eine Stimme verschafft und dadurch viele rettet, hat mir eine Gänsehaut über den Körper gejagt. Und gerade gegen Ende hin werden diese Gänsehautmomente immer mehr, und das Buch wird so wahnsinnig spannend und nervenauftreibend, dass man als Leser wie gebannt davor sitzt. Der spektakuläre Showdown stellt dann noch einmal alles bisher Geschehene in den Schatten.
Das Ende wirkte auf mich allerdings ziemlich wie der Abschluss der Reihe, weil alles irgendwie wieder mehr oder weniger gut zu sein scheint und eigentlich keine Fragen offen bleiben. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt auf die nächsten drei Teile und darauf, wie die Idee, dass es nach dem Happy End  noch einmal brenzlig wird, umgesetzt wird.

Fazit:
„City of Glass“ ist ein atemberaubendes Fantasy-Buch, das in jeder Hinsicht überzeugt und ein mehr als gelungener Abschluss der Reihe sein könnte. Auf die drei Folgebände und darauf, weiter in diesem gigantischen Universum unterwegs sein zu dürfen, freue ich mich trotzdem sehr.

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