Donnerstag, 13. Oktober 2016

[Rezension] Noughts & Crosses

Autorin: Malorie Blackman
Verlag: Corgi; Auflage: New Ed (3. Oktober 2006)
Teil einer Reihe: 1/4
Seiten: 448
ISBN 978-0552555708
Preis: 5,99 € (Taschenbuch)
Das Buch ist auf Deutsch unter dem Titel „Himmel und Hölle“ erhältlich.


Inhalt:
Sephy is a Cross - a member of the dark-skinned ruling class. Callum is a Nought - a “colourless” member of the underclass who were once slaves to the Crosses. The two have been friends since early childhood, but that’s as far as it can go. In their world, Noughts and Crosses simply don’t mix. Against a background of prejudice and distrust, intensely highlighted by violent terrorist activity, a romance builds between Sephy and Callum - a romance that is to lead both of them into terrible danger. Can they possibly find a way to be together? 


Meine Meinung:
„Noughts and Crosses“ ist eines jener Bücher, die mich so begeistert und mitgerissen haben, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Das Buch hat meine Erwartungen wirklich mehr als übertroffen!
Gleich von Anfang an befindet man sich mitten in der Geschichte und man findet sich so schnell in die Welt der Noughts und Crosses ein, dass man das Gefühl hat, schon ewig in diesem Universum zu leben. Alles - der Rassismus, die Unmenschlichkeit, die Zwietracht - erscheint einem erschreckend real und authentisch, und gleichzeitig wird man in diesem Buch immer wieder aufs Neue schockiert.
Es werden viele wichtige und aktuelle Themen angesprochen und kritisiert und dabei so gekonnt mit der Handlung verwoben, dass das Buch gleichzeitig ein Leseabenteuer ist und zum Nachdenken anregt.
Die Idee, den Spieß umzudrehen - die Weißen werden von den Dunkelhäutigen kontrolliert und unterdrückt - war sehr interessant zu lesen. Man hat jedoch nicht das Gefühl, es würde der Fremdenhass dadurch noch angetrieben werden, im Gegenteil: Malorie Blackman schafft es mehr als eindrucksvoll, dem Leser Themen wie Rassismus und Vorurteile gleichzeitig behutsam und aufrüttelnd ans Herz zu legen und zu zeigen, dass es genau andersherum hätte sein können und dass der Hass letztendlich alle betrifft.
Die Charaktere - sowohl die beiden Protagonisten als auch die Nebenfiguren - hätten passender nicht gewählt werden können. Da die Geschichte aus zwei verschiedenen Sichten erzählt wird, wird man als Leser sozusagen zwischen die Fronten geworfen. Man kann sich sowohl mit Sephy als auch mit Callum mehr als gut identifizieren, und die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erleben, lässt das ganze umso differenzierter erscheinen.
Während des Lesens konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, und nach dem mehr als herzzerreißenden Ende kann ich es kaum erwarten, die Fortsetzungen in den Händen zu halten!

Fazit:
„Noughts and Crosses“ ist eine eindrucksvolle, aufwühlende Dystopie, die aktuelle Themen wie Rassismus und Vorurteile kritisiert und dabei so fesselnd ist, dass das Buch einen auch nach der letzten Seite nicht mehr loslässt.

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