Freitag, 14. Oktober 2016

[Rezension] Fangirl

Autorin: Rainbow Rowell
Verlag: Macmillan Children's Books
Seiten: 480
ISBN 978-1447263227
Preis: 8,46 € (Taschenbuch)
Das Buch ist auch auf Deutsch - ebenfalls unter dem Titel Fangirl - erhältlich.

Inhalt:
Cath and Wren are identical twins, and until recently they did absolutely everything together. Now they're off to university and Wren's decided she doesn't want to be one half of a pair any more - she wants to dance, meet boys, go to parties and let loose. It's not so easy for Cath. She's horribly shy and has always buried herself in the fan fiction she writes, where she always knows exactly what to say and can write a romance far more intense than anything she's experienced in real life.
Without Wren Cath is completely on her own and totally outside her comfort zone. She's got a surly room-mate with a charming, always-around boyfriend, a fiction-writing professor who thinks fan fiction is the end of the civilized world, a handsome classmate who only wants to talk about words . . . And she can't stop worrying about her dad, who's loving and fragile and has never really been alone.
Now Cath has to decide whether she's ready to open her heart to new people and new experiences, and she's realizing that there's more to learn about love than she ever thought possible . . .

Meine Meinung:
Ich als Fangirl an vorderster Front war natürlich extrem neugierig auf dieses Buch, und ich wurde nicht enttäuscht. In die Hauptfigur Cath konnte ich mich von Anfang an super hineinversetzen, was wahrscheinlich zum Teil auch daran liegt, dass ich selber verrückt nach Büchern bin und früher auch Fanfiction geschrieben habe. Teilweise war es aber auch etwas seltsam für mich, dass jeder gleich unglaublich fasziniert und begeistert von Caths Fanfiction war - da ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass man öfter auch mal komisch angeguckt werden kann ... Außerdem  hat es mich manchmal etwas gestört, dass das Buch so vollgepackt mit Fanfictionauszügen bzw. Zitaten aus den „Simon Snow“-Büchern war, dass ich an einigen Stellen das Gefühl hatte, das Buch sei selber nur eine Art Fanfiction. Da ich die „Simon Snow“-Bücher nicht kenne, war das für mich teilweise etwas verwirrend und ich musste die ganze Zeit an „Harry Potter“, weil es zwischen den beiden Reihen anscheinend viele Parallelen gibt. Auch enthält das Buch Spoiler zu „Simon Snow“, was ich persönlich sehr blöd finde für die Leser, die die Bücher vielleicht nach „Fangirl“ noch lesen wollen.
Natürlich hat das Buch auch seine guten Seiten, wie die bereits erwähnte Identifikation mit der Protagonistin - was ich persönlich immer sehr wichtig finde und was hier absolut gelungen ist - und der Schreibstil, der sich sehr flüssig lesen lässt.
Die Entwicklung der Charaktere, die in diesem Buch eine große Rolle spielt, kommt sehr authentisch rüber. Die Handlung ist zwar nicht besonders spektakulär, hat mir ebenfalls  gut gefallen, wahrscheinlich gerade wegen der vielen Charaktere, weil eine ausgewogene Mischung herrscht und so keine Verwirrung entsteht.
In Sachen Liebesgeschichte war das Buch jedoch ziemlich vorhersehbar, und am Ende bleiben einige Fragen offen, die zwar in dem Autoreninterview hinten im Buch beantwortet werden, aber meiner Meinung nach ins Buch gehört hätten. Insgesamt hat mir das Buch trotz der Kritikpunke aber wirklich gut gefallen, auch wenn es an einigen Stellen besser hätte sein können.

Fazit:
„Fangirl“ ist ein lockeres, nettes Buch für zwischendurch, das zwar ein paar kleine Mängel hat, aber dennoch - ganz besonders für  "Fangirls" - sehr empfehlenswert ist.

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