Montag, 17. Oktober 2016

[Rezension] Das Kind

Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Seiten: 400
ISBN 978-3426637937
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

Inhalt:
»Als Robert Stern diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging. Noch weniger ahnte er, dass der Tod etwa 1,43 m messen, Turnschuhe tragen und lächelnd auf einem gottverlassenen Industriegelände in sein Leben treten würde.«
Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Verblüffung wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn nicht nur berichtet Simon von weiteren, vor Jahren hingerichteten Opfern, schon bald wird auch die Gegenwart mörderisch …

Meine Meinung:
Gleich als ich die Inhaltsangabe zum ersten Mal gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste, und ich wurde nicht enttäuscht.
Schon die ersten Sätze des Buches sind fesselnd, und fesselnd bleibt es dann auch bis zum Schluss.
Die Figur des 10-Jährigen Simon, der behauptet, einmal ein Mörder gewesen zu sein, lässt sich nur schwer einschätzen - er ist „nur“ ein Kind, aber er jagt einem Angst ein. Man beginnt sich zu fragen: Woher weiß der Junge von den Leichen und warum kann er ihre Ermordungen so präzise beschreiben, obwohl sie lange vor seiner Geburt stattgefunden haben? Ist es wirklich möglich, dass er wiedergeboren wurde? Es muss doch eine logische Erklärung dafür geben, oder?
Aber bevor man diese erhält, hat man noch ein ganzes Buch vor sich, voller mysteriöser Ereignisse und Situationen, in denen man immer wieder denkt: Nein! Das kann jetzt nicht passiert sein, das ist unmöglich!
Sebastian Fitzek reißt einen immer wieder in den Bann, und es wird nie langweilig, im Gegenteil, man will das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil man einfach wissen muss, wie es weitergeht und was es wirklich mit Simon und den mysteriösen Leichen auf sich hat.
Obwohl man zu Anfang denkt, es kann für bestimmte Dinge einfach keine logische Erklärung geben, ergibt die Auflösung durchaus Sinn und ist nach den ewigen Rätseln eine wahrliche Erleichterung - auch wenn das Buch mit einem erneuten Rätsel endet.

Fazit:
Spannend, gruselig, emotional, schockierend und atemberaubend bis zum letzten Satz. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven, aber wer auf Nervenkitzel steht oder einfach mal wieder einen richtig, RICHTIG guten Thriller lesen möchte, dem kann ich „Das Kind“ nur wärmstens empfehlen!

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