Mittwoch, 19. Oktober 2016

[Rezension] Amokspiel

Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Seiten: 448
ISBN 978-3426637180
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel, bei dem er das Leben der Geiseln in die Hände wahllos angerufener Zuhörer legt. Und er verlangt, dass seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt – doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören …


Meine Meinung:
Als frisch gebackener Sebastian Fitzek-Fan war ich natürlich sehr neugierig auf das Buch - gerade, weil die Inhaltsangabe  so mysteriös und spannend klingt - und es hat mir, wie nicht anders zu erwarten, wirklich gut gefallen.
Durch den direkten Einstieg macht man sich sofort mit der Protagonistin Ira vertraut, und dadurch, dass sie kurz davor ist, Suizid zu begehen, lernt man sie, besonders ihre Schwächen, sehr schnell kennen. Man hat sofort das Gefühl, sie irgendwie zu kennen, und ihre leicht sarkastische Art war mir sofort sehr sympathisch. Auch die anderen Charaktere waren wieder sehr vielseitig und interessant, und dadurch, dass die Geschichte aus verschiedenen Sichten erzählt wird, hat man das Gefühl, es gäbe keine wirklichen Haupt-und Nebenrolle und jeder scheint „gleich“ wichtig. Das macht es - zumindest für mich - schwer, jemanden zu finden, dem man wirklich die Rolle des „Bösewichts“ anhängen kann. Klar hat der eine oder andere irgendwo Dreck am Stecken kleben, aber es fällt doch schwer, irgendjemanden für das, was er getan hat, wirklich zu verurteilen, weil die Charaktere auf den ersten Blick zwar „kriminell“ und „schlecht“, aber auf den Zweiten dennoch nachvollziehbar handeln.
Die Handlung war natürlich - wie bei Sebastian Fitzek nicht anders zu erwarten - wieder viel vielschichtiger und verstrickter, als es auf den ersten Blick scheint. Der Schreibstil ließ sich sehr flüssig lesen und riss mich immer wieder in den Bann. Allerdings merkt man meiner Meinung nach schon, dass das erst Fitzeks zweites Buch ist. Nicht, dass es nicht gut ist, ganz im Gegenteil, aber gerade gegen Ende des Buches fiel mir auf, dass sich der Schreibstil von Sebastian Fitzek im Laufe der Zeit immer mehr verfeinert hat und immer mehr an den Nerven des Lesers rüttelt, je neuer seine Bücher sind. Nichtsdestotrotz ist „Amokspiel“ ein atemberaubender Psychothriller, der sich sehr zu lesen lohnt!

Fazit:
Wie alle anderen Bücher von Sebastian Fitzek wahnsinnig spannend - ein absolutes Muss für alle Thriller-Fans!

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