Freitag, 9. September 2016

[Rezension] Wie Monde so silbern





Autorin: Marissa Meyer (aus dem Englischen von Astrid Becker)
Verlag: Carlsen
Teil einer Reihe: 1/4
Seiten: 416
ISBN 978-3-551-58286-7
Preis: 18,99€ (gebunden)

Inhalt:
Cinder lebt mit ihren Stiefschwestern bei ihrer schrecklichen Stiefmutter und versucht verzweifelt, sich nicht unterkriegen zu lassen. Doch als eines Tages niemand anderes als Prinz Kai in ihrer Werkstatt auftaucht, steht Cinders Welt Kopf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie auf dem großen Schlossball ihren Höhepunkt finden. Cinder schmuggelt sich dort ein und verliert mehr als nur ihren Schuh …


Meine Meinung:
Dieses Buch war der Wahnsinn! Ich hatte es zuerst für einen billigen „Cinderella“-Abklatsch gehalten, aber es war nicht im geringsten so! Die Grundidee orientiert sich zwar ein wenig an dem Märchen, aber das war's auch schon. Die Geschichte spielt in einem völlig eigenen Universum: Die Erde wurde nach vielen Kriegen in sechs Staaten aufgeteilt, außerdem lebt das Volk der Lunarier auf dem Mond. Alles ist mit hochmoderner Technologie ausgestattet, trotzdem hat die Geschichte einem gewissen Aschenputtel-Flair.
Der Schreibstil von Marissa Meyer hat mir unheimlich gut gefallen, ich hatte das Gefühl, mich die ganze Zeit mitten im Geschehen zu befinden. In Cinder, die Hauptfigur, konnte ich mich von Anfang an super hineinversetzen. Dass sie eine Außenseiterin in ihrer Welt ist - und zwar nicht nur wegen ihrer Position, sondern weil sie ein Cyborg, halb Mensch, halb Roboter, ist - bringt sie dem Leser umso näher. Auch die anderen Charaktere wirken sehr authentisch, wie z.B. die Androidin Iko, die Cinder eine gute Freundin ist und sie bei ihrer Arbeit unterstützt, wobei sie unglaublich menschlich wirkt.
Besonders toll an dem Buch finde ich auch, dass alles, was eigentlich Fantasy ist, trotzdem realistisch, fast schon real erscheint: Die unglaublichen Fortschritte in der Technik zum Beispiel, oder die Fähigkeit der Lunarier, die Bioelektrik von Menschen zu verändern, das heißt, ihre Gedanken und Empfindungen zu kontrollieren.
Die Geschichte an sich finde ich auch toll, weil die Handlung einfach unvorhersehbar ist, und man, obwohl man das Märchen kennt, immer wieder überrascht und schockiert wird.

Fazit:
Spannend bis zur letzten Seite - eine moderne Version von „Aschenputtel“, die sich wirklich zu lesen lohnt!

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