Freitag, 23. September 2016

[Rezension] Erebos

Autorin: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Seiten: 488
ISBN 978-3785569573
Preis: 9,95€ (Taschenbuch)

Inhalt:
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten.
Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen …


Meine Meinung:
Mit „Erebos“ hat Ursula Poznanski ein wahnsinnig tolles Buch erschaffen, das einen von der ersten Seite an mitreißt und auch nach der letzten Seite nicht mehr loslässt.
Der Protagonist Nick ist zwar kein besonders vielseitig gestrickter Charakter und auch dir meisten anderen machen einen eher farblosen Eindruck, aber das macht die Handlung meiner Meinung nach wett. Diese steht für mich auch eher im Vordergrund der Geschichte. 
Dass in der Zeit, die Nick mit dem Spielen von Erebos verbringt, das Buch im Präsens und aus der Sicht von Nicks Spielcharakter Sarius geschrieben ist, hat mir auch richtig gut gefallen, weil einem diese Sucht so noch einmal richtig vor Augen geführt wird. Am Anfang wirkten die ewigen Spielbeschreibungen noch etwas langatmig, aber später pendelt sich das ganze wieder ein und es ist ein perfekter Mix aus digitaler Welt und Realität. Das Spiel wird einem auch immer unheimlicher, und je mehr Angst es einem macht, desto faszinierender wird es auch. Man wird immer wieder aufs neue überrascht und liest das Buch in der ständigen Erwartung, das irgendetwas schreckliches geschieht. Teilweise ist die Geschichte so verwirrend, dass man es schon nach kurzer Zeit aufgibt, daran herumzurätseln, sondern sich einfach überraschen lässt. Und das wird man, wie schon erwähnt, oft.
Auch wenn einen das Buch von Anfang an in den Bann reißt, so steigert es sich doch von Seite zu Seite. Die Verbindung von Erebos und der realen Welt wird immer stärker, bis es schließlich zu einem fulminanten Ende kommt, das alles bisher Geschehene noch einmal in den Schatten stellt.

Fazit:
Dieses Buch ist, als würde man selber Erebos spielen: rasant, nervenauftreibend und mit Suchtpotenzial. Unbedingt lesen!

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