Freitag, 16. September 2016

[Rezension] Das Labyrinth jagt dich

Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena
Teil einer Reihe: 2/3
Seiten: 352
ISBN 978-3401067896
Preis: 16,99€ (gebunden)



Inhalt:
Fünf Jugendliche. Sie haben gekämpft, sich gequält und zwei Welten durchquert, um die rettenden Tore zu erreichen. Und wieder stellt sie das Labyrinth vor unmenschliche Herausforderungen, denn auch in der neuen Welt ist nichts, wie sie es kannten. Sie sind allein mit ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten, ihren Albträumen. Neue Gefahren erwarten sie, aber letztendlich entpuppt sich etwas Unerwartetes als ihre größtes Hindernis: die Liebe. Jeder von ihnen mag bereit sein, durch die Hölle zu gehen, doch wer würde das eigene Leben für seine Liebe opfern?




Meine Meinung:
Nachdem ich von den Charakteren in Teil 1 teilweise sehr genervt war, hatte ich gehofft, dass es in Teil 2 etwas besser werden würde. Leider Fehlanzeige. Es wurde, wenn überhaupt möglich, noch schlimmer und obwohl - ich wiederhole es noch mal - die Charaktere wirklich nicht anspruchsvoll gestaltet waren, so haben sie doch immer wieder so unlogisch gehandelt, dass ich nur darüber den Kopf schütteln kann. Aber natürlich sind alle ganz perfekt und stark und mutig und können sich mit Platz- und Schusswunden duellieren!
Auch wird die Liebe zwischen den Charakteren in diesem Buch noch stärker, was einfach nur unglaubwürdig ist, wenn man bedenkt, dass sie sich gerade mal knapp eine Woche kennen und nicht einmal wirklich wissen, wer sie selbst sind. Dass sie dann schon andere Leute küssen oder noch weiter gehen - obwohl früher oder später alle bis auf einen sterben müssen -  geht einem als Leser schlichtweg auf die Nerven.
Auch die Handlung hat mich in diesem Buch nicht wirklich überzeugt. Teilweise war alles so chaotisch und unübersichtlich, dass es nicht mehr mysteriös, sondern einfach nur verwirrend war. So zum Beispiel das ständige hin und her zwischen „Ist XY doch in die nächste Welt gekommen??“, „Aber XY ist gestorben, ich habe es mit eigenen Augen gesehen!“ und „Aber ich habe XY getroffen, sie stand direkt vor mir!“.
Außerdem passt die Bezeichnung „Labyrinth“ hier noch weniger als im vorherigen Buch: Die Charaktere treffen immer wieder auf die „reale“ Welt, überall sind Menschen und im Prinzip ist es mehr eine Art Schnitzeljagd durch verschiedene Welten als ein wirkliches Labyrinth.
Ich persönlich kann nur davon abraten, dieses Buch zu lesen - der einzige Grund, weshalb ich überhaupt den 3. Teil noch zur Hand nehmen werde, ist weil ich gespannt bin, was jetzt wirklich hinter dem „Labyrinth“ steckt und ob wenigstens das glaubwürdig ist.



Fazit:
Unrealistische Charaktere, viel zu frühe und intensive Liebe und zu chaotische Story und Klischees bis zum Umkippen - mich hat dieses Buch leider nicht überzeugt.

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