Sonntag, 4. September 2016

[Rezension] Das Juwel - Die weiße Rose



Autorin: Amy Ewing (aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer)
Verlag: Fischer FJB
Teil einer Reihe: 2/3
Seiten: 400
ISBN 978-3841422439
Preis: 16,99€ (gebunden)

Inhalt:
Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?

Meine Meinung:
Im großen und ganzen hat mir das Buch wirklich gut gefallen, auch wenn es kleinere Mängel gab. Der Schreibstil war wieder sehr einfach gehalten und deshalb auch flüssig zu lesen.
Gleich am Anfang erleidet man einen kleinen Schock und man ist wieder verblüfft über die Grausamkeit der Herzogin, die Flucht aus dem Juwel selbst ist aber etwas langatmig. Man erfährt, dass Lucien der Vorsitzende einer Organisation ist, die sich „Der schwarze Schlüssel“ nennt. Ich habe da gleich an eine große Rebellenorganisation gedacht und war deshalb etwas irritiert, als dann herauskam, dass Lucien für eine einzelne Person arbeitet: Sil, ein geflohenes Surrogat. Ihr Charakter ist ziemlich undurchschaubar und man weiß irgendwie nicht so recht, was man von ihr halten soll. Natürlich ist es beachtlich, was sie alles allein geschafft hat, aber ihre Methoden sind dann doch etwas gewöhnungsbedürftig.
Auch war es ein wenig irritierend, dass Garnet scheinbar immer und überall zur Stelle war, ohne dass es jemand im Juwel bemerkt hätte. Außerdem fand ich die Beziehung zwischen Violet und Ash irgendwie ein bisschen farblos und sie hat mich nicht soo mitgerissen.
Natürlich hat die Geschichte aber auch viele positive Aspekte, wie zum Beispiel die Erklärung der Entstehung der „Einzigen Stadt“ - was in Band 1 meiner Meinung nach zu kurz gekommen ist - und auch, dass Violet erkennt, wozu Surrogate wirklich gut sind, was ihre wahre Gabe ist. Außerdem finde ich es toll, dass man mehr über Ashs Vergangenheit und die Gefährtenschule erfährt, was teilweise echt schockierend ist, Ash aber sicherlich auch noch mal in anderem Licht erscheinen lässt. Und man bekommt mit, dass die Herzogin vom See irgendetwas im Schilde führt, sogar den Fürsten scheint sie irgendwie unter Kontrolle zu haben, was natürlich die Frage aufwirft, was sie gegen ihn in der Hand hat. Leider findet man nicht heraus, was!
Den Cliffhanger fand ich noch viel schlimmer als den von Band 1, ich bin nach dem Lesen des letzten Satzes buchstäblich aufgesprungen und habe diesen gequälten „Wie-konnte-die-Autorin-mir-das-nur-antun-das-ist-doch-total-unmenschlich“ ausgestoßen. Einen Erscheinungstermin für den dritten Band „Das Juwel - Der schwarze Schlüssel“ gibt es leider noch nicht.


Fazit:
Eine tolle Geschichte, die aber um hätte besser sein können. Trotzdem bin ich schon sehr gespannt auf Teil 3!

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